In Briefzentren wird bald anders gestempelt / Deutsche lassen viel liefern / Amazon eröffnet im Ausland Paketshops

In Briefzentren wird bald anders gestempelt

In den Briefzentren der Deutschen Post erkennen sogenannte Integrierte Lese- und Videocodiermaschinen (ILVM) die Frankierung, die Versandart (z.B. Einschreiben) und sie erkennen die Empfängeranschrift. Die codierte Anschrift druckt die ILVM mit orangen Strichen auf den Umschlag. Der Strichcode kann von nachfolgenden Sortiermaschinen entziffert werden, damit der Brief den richtigen Weg zum Empfänger findet.

In einer Pressemitteilung über das Briefzentrum Elmshorn kündigt die Deutsche Post nun an, dass die ILVM in Zukunft auch Briefe stempeln können. Wörtlich heißt es: "Das dafür neu entwickelte Zusatzmodul wird das Mechatroniker-Team einbauen." - Quelle: dpdhl.com

Bislang erfolgt das Abstempeln mit einer separaten "Aufstell- und Stempelmaschine", die sich an der allerersten Durchlaufstation im Briefzentrum befindet. Diese Maschine rotiert alle Sendungen so, dass sich die Briefmarke oben rechts befindet und stempelt die Marke dann ab.

Wenn das Briefzentrum Elmshorn nicht bloß ein Pilotprojekt ist, sondern wenn sämtliche ILVM in Zukunft ein Stempelmodul erhalten, werden die Aufstell- und Stempelmaschinen überflüssig.



Nur Chinesen bestellen mehr: Deutsche bekommen 2 Pakete pro Monat

Eine Untersuchung von McKinsey hat ergeben, dass im Jahr 2017 jeder Deutsche 24 Pakete bekommen haben soll. Das ist keine Angabe pro Haushalt sondern pro Kopf. Zum Vergleich: In China bekam jeder Mensch statistisch gerechnet mehr als 70 Pakete pro Jahr, in den USA waren es 21 Pakete und in Österreich sogar nur 14 Pakete. McKinsey sagt nicht, wie diese Daten erhoben wurden bzw. aus welcher Quelle sie stammen.



In der Untersuchung schreibt McKinsey außerdem, dass Post- und Paketdienste sich nicht auf "science-fiction-like fantasies of delivery drones and droids" konzentrieren sollten. Stattdessen sei es ratsam, die vorhandenen Abläufe zu verbessern. Zwei Dinge sollen laut McKinsey ganz oben auf der To-do-Liste von Postunternehmen stehen: Erstens eine durchgehende Überwachung der Lieferkette mittels neuer Soft- und Hardware. Zweitens eine dynamische Tourenplanung, um Kosten zu senken und das Kundenerlebnis zu verbessern.



Amazon Counter: Lieferung ins Ladengeschäft

Laut Handelsblatt wird Amazon "noch in diesem Jahr" in UK und Italien eine neuen Service einführen, der die Paketabholung in Ladengeschäften ermöglicht. Unter dem Namen Amazon Counter können sich Kunden ihre Pakete dann beispielsweise an einen Kiosk liefern lassen

Im Grunde genommen ist dieses Paketshop-Modell ein alter Hut. Lediglich für Amazon wäre es eine Neuheit, weil Amazon bislang zwar eigene Abholstationen hat (Amazon Locker) aber keine eigenen Paketshops.

Das Handelsblatt schreibt weiter, dass beim "Amazon Counter"-Modell die Kosten für Locker-Abholanlagen eingespart werden können. In Deutschland kooperiert Amazon bislang mit DHL, Hermes und DPD, um Lieferungen an Paketshops zu ermöglichen.

Quelle: www.handelsblatt.com




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