Postmitarbeiter im Konzert überrascht / LKW-Fahrer steckte Smartphones ein


Postkundin staunt: Postmitarbeiter sitzt im Konzert auf ihrem Platz

Eine 17-jährige Frau aus Rostock staunte nicht schlecht, als sie vor einigen Wochen ein Konzert mit ihrem Freund besuchte. Auf den beiden reservierten Plätzen saß nämlich schon ein anderes Paar. Es handelte sich um einen 39-jährigen Postmitarbeiter aus der Region Pasewalk (Vorpommern-Greifswald), der das Konzert ebenfalls mit seiner Freundin besuchte.

Der 39-jährige kam mit Papiertickets ins Konzert. Die 17-jährige Rostockerin erhielt mit elektronischen Tickets Einlass, weil die ihr zugeschickten Papiertickets auf dem Postweg nicht ankamen. Na sowas ...

Der Postmitarbeiter behauptete, die Karten von seinem Arbeitgeber geschenkt bekommen zu haben. Er arbeitet(e) für eine Spedition, die im Auftrag der Post offenbar Transporte von Postfilialen und Zustellstützpunkten zum Briefzentrum durchführt.

Die Deutsche Post glaubt dem Mitarbeiter nicht und wirft ihm Diebstahl vor. Er soll den Brief mit den Konzerttickets geklaut haben - außerdem ca. 50 andere Sendungen, die in Vorpommern abgeschickt wurden aber niemals im Briefzentrum Neubrandenburg eintrafen. Mittels spezieller Testbriefe und markierter Geldscheine soll der Langfinger kürzlich überführt worden sein.

Die Kriminalpolizei Pasewalk durchsuchte die Räumlichkeiten des tatverdächtigen Postmitarbeiters und wurde fündig. Die markierten Geldscheine wurden bei ihm aufgefunden. Die Schadenhöhe durch geklaute Briefe wird auf mehrere Hundert Euro geschätzt.

Die Kriminalpolizei Pasewalk bedankt sich bei der Deutschen Post für die umfangreichen Ermittlungen im Vorfeld und die vorbildliche Zusammenarbeit. Zwischen dem Eingang der ersten Kundenbeschwerden Anfang August bis zur Durchsuchung Ende September vergingen nur knapp 2 Monate.

Quelle: Pressemitteilung Polizei



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Postmitarbeiter steckte Smartphones ein: "Sind mir entgegen gekullert"

80 Stunden gemeinnützige Arbeit wurden einem LKW-Fahrer auferlegt, der für DHL Transporte von Bad Segeberg (Schleswig-Holstein) zum Paketzentrum Neumünster durchführte. Auf der Ladefläche seien ihm plötzlich drei unverpackte Smartphones entgegen gekullert, die er daraufhin einsteckte. Das berichteten die Lübecker Nachrichten vom Prozess vor dem Amtsgericht Neumünster.

Die Deutsche Post DHL wollte den LKW-Fahrer eigentlich aufgrund weitaus umfangreicherer Smartphone-Diebstähle seit dem Jahr 2014 verurteilt sehen. Von 85 Paketen mit einem Gesamtwert von ca. 50.000 Euro war in der Anklageschrift die Rede. Als Zeugen waren drei interne Postermittler geladen, die darlegten, dass Paketdiebstähle nur auf den Touren und zu den Arbeitszeiten des Angeklagten stattfanden.

Doch das Gericht entschied im Zweifel für den Angeklagten, weil nicht ausgeschlossen werden konnte, dass auch andere Postmitarbeiter Zugriff auf die Smartphone-Pakete hatten. Unstrittig waren nur die drei Smartphones, die im Rahmen einer Hausdurchsuchung bei dem 46-jährigen Polen gefunden wurden. Kriminaltechniker fanden heraus, dass er die Telefone per Chat weiterverkaufen wollte.

Im Prozess soll der inzwischen gekündigte LKW-Fahrer laut Lübecker Nachrichten gesagt haben, im Paketzentrum Neumünster herrsche "das pure Chaos". Andere DHL-Mitarbeiter hätten ihm Handys, palettenweise Fernsehgeräte und Drogen angeboten.

Quelle: www.ln-online.de


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