GLS neu in Ingolstadt / Hermes UK fotografiert Pakete / DHL überführt Dieb mit Fangpaket

Neues GLS-Paketzentrum in Ingolstadt

160.000 Euro hat GLS eigenen Angaben zufolge in ein neues Paketzentrum in Ingolstadt investiert. Es handelt sich um einen vergleichsweise kleinen Standort mit 15 Mitarbeitern und einem täglichen Volumen von etwa 3.500 Paketen. Eine Erweiterung bis 6.000 Pakete ist möglich. Das GLS-Paketzentrum Ingolstadt entlastet die bestehenden Depots in Erding und Augsburg-Gersthofen.

Quelle: gls-group.eu



Hermes UK fotografiert abgestellte Pakete

In Großbritannien führt Hermes einen neuen Service ein, der Versendern und Empfängern bei abgestellten Paketen mehr Sicherheit verschafft. Der Zusteller macht mit dem Handscanner ein Foto von jedem abgestellten Paket. Gleichzeitig werden die GPS-Daten des Standorts auf 10 Meter genau gespeichert.

Der Service namens "SafePlace Photo" soll bei Onlineshops die Anzahl von Kundenrückfragen zu unauffindbaren Paketen reduzieren. Privatkunden sollen wiederum mehr Vertrauen in eine Abstellgenehmigung bekommen und diese häufiger erteilen. Hermes spart dadurch Zustellversuche ein, weil Pakete bei Abwesenheit des Empfängers einfach abgestellt werden können.

Die Paketda-Redaktion bewertetet den Fotodienst grundsätzlich positiv, wenngleich er nicht vollständig vor Paketverlust schützt. Der Empfänger trägt weiterhin das Risiko für abgestellte und anschließend geklaute Pakete. Falls ein Zusteller betrügerisch handelt, könnte er sogar ein abgestelltes und fotografiertes Paket anschließend wieder einstecken und mitnehmen. Doch im Normalfall dürfte "SafePlace Photo" dafür sorgen, dass vereinbarte Ablageorte strenger eingehalten werden und weniger Pakete in Altpapiertonnen landen.

Als im Frühjahr 2018 Amazon in den USA einen vergleichbaren Service einführte, bemängelten einige Medien, dass die abertausenden Fotos im Falle eines Datenlecks ein Sicherheitsrisiko seien. Die Fotos enthalten schließlich persönliche Kundendaten in Form der Paketaufkleber und des häuslichen Umfelds.

Quellen: postalandparceltechnologyinternational.com | futurism.com



DHL überführt Dieb mit Fangsendung

Im Paketzentrum Köln-Eifeltor sind offenbar mehrere wertvolle Pakete aufgerissen und der Inhalt gestohlen worden. Deshalb ist nun ein 60-jähriger Paketzusteller vor dem Kölner Amtsgericht angeklagt.

Laut eines Berichts des Kölner Express wurde der Zusteller mit einem präparierten Paket überführt; einer sogenannten Fangsendung. Die DHL-Sicherheitsabteilung hatte das Paket so aussehen lassen, als stamme es von einem Schmuckhändler. Als der diebische Zusteller das Paket in die Finger bekam, öffnete er es - und wurde prompt überführt. DHL hatte die Fangsendung durchgehend überwacht.

In einem anderem Fall soll sich der Zusteller aufgrund der Kameraüberwachung im Paketzentrum hinter einem großen Paket versteckt haben, um unbeobachtet Schmuck zu klauen.

Der 60-Jährige hat bislang nur den Diebstahl zweier Weißgoldringe zugegeben. Der zuständige Oberstaatsanwalt will dem inzwischen gekündigten Zusteller jedoch mehr Fälle nachweisen. Der Prozess wird deshalb mit Zeugen neu gestartet, berichtet der "Express".

Quelle: www.express.de



Trans-o-flex und Privatkunden-Belieferung

Mehrere Medien berichteten in dieser Woche, dass der auf Firmenkunden spezialisierte Paketdienst Trans-o-flex jetzt auch Privatkunden beliefert. Das ist richtig, aber insoweit keine Neuerung. Trans-o-flex hat auch früher schon Privatkunden beliefert.

Trans-o-flex führt lediglich eine neue Abrechnungsart ein, um Geschäfts- und Privatpakete unterschiedlich zu bepreisen. Versender müssen bei der Erteilung eines Versandauftrags angeben, ob der Empfänger eine Firma oder eine Privatperson ist. Für private Lieferadressen wird ein Aufschlag berechnet. UPS macht das übrigens genauso, weil Privatkunden höhere Zustellkosten verursachen. Zum Beispiel aufgrund von Abwesenheit beim ersten Zustellversuch.

Alle Paketzusteller von Trans-o-flex müssen jetzt im Handscanner vermerken, ob die Lieferanschrift eine Geschäfts- oder Privatanschrift ist. Hat ein Versender ein Paket als "Geschäftsadresse" deklariert, obwohl der Zusteller vor Ort eine Privatanschrift feststellt, wird eine Art Strafgebühr fällig. Diese Gebühr ist teurer als wenn der Absender das Paket von vornherein mit "Privatanschrift" deklariert hätte.

Trans-o-flex wird durch den neuen Service nicht zum Paketdienst für Privatkunden.

Quellen: www.transport-online.de | www.verkehrsrundschau.de | www.logistra.de


Veröffentlicht am



  Ich will nichts verpassen und den Paketda-Newsletter erhalten
Ich stimme zu, dass meine E-Mail-Adresse gem. Datenschutzerklärung von Paketda.de genutzt wird.

Mehr Paketdienst-News