Briefsortierung im Zustellfahrzeug / Kooperationen auf letzter Meile schwierig / DPD lässt Autos nachts reparieren

Verteilschränke im Zustellstützpunkt Itzehoe

Post testet Briefsortierung im Zustellfahrzeug

Die Deutsche Post DHL Group veröffentlichte kürzlich eine Pressemitteilung über den Zustellstützpunkt (ZSP) in Itzehoe, der vor einem Jahr nach modernsten Standards gebaut wurde. Der ZSP verfügt über Lademöglichkeiten für das Elektro-Zustellfahrzeug Streetscooter sowie für die größere Variante Streetscooter Work XL.

Laut Betriebsleiter Fritz Krückmann werden in Itzehoe auch neue Arbeitssysteme getestet: "Wir erproben einen neuen Arbeitsplatz, bei dem statt im ZSP die Briefsendungen gleich in einem größeren Verbundfahrzeug sortiert werden. Die Anwendung wäre für größere Gewerbegebiete gedacht."

Mehr Details zu dieser ungewöhnlichen Briefsortierung verrät die Post nicht. Möglicherweise können die Mitarbeiter Zeit sparen, indem sie Sendungen nicht zuerst in Verteilschränke einsortieren und danach ins Fahrzeug laden, sondern indem die Verteilschränke vielleicht direkt ins Auto montiert werden. Das ist aber bloß Spekulation.

Quelle: dpdhl.com



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Logistik-Professor: Kooperationen auf letzter Meile funktionieren nicht

"Die zentrale und geradezu ideale Verkehrsanbindung der Frankfurter Industrie- und Gewerbezentren kann nur durch starke Logistik-Dienstleister zum Tragen kommen", sagte 2012 der damalige Frankfurter Landtagsabgeordnete Jan Schneider (CDU) nach einem Besuch des UPS-Depots in Fechenheim.

Im Sommer 2018 ist Schneider (inzwischen CDU-Vorsitzender und Stadtrat) Paketdiensten gegenüber kritischer eingestellt. Laut Hessenschau.de fordert er weniger Lieferwagen in Frankfurts Innenstadt. Schneider empfiehlt ein Umschlagzentrum am Stadtrand, in dem alle Paketdienste ihre Pakete abladen sollen, damit sie dort gebündelt und anschließend gemeinsam in die Innenstadt gefahren werden. 5 Fahrzeuge von DHL, DPD, GLS, Hermes und UPS sollen sozusagen durch einen Lieferwagen ersetzt werden. "Dies würde nicht nur zu einer deutlichen Verkehrsentlastung beitragen, sondern wäre auch ökologisch wie ökonomisch sinnvoll", so Schneider gegenüber Hessenschau.de.

Prof. Dr. Kai-Oliver Schocke (Frankfurt University of Applied Sciences) widerspricht der Idee und attestiert der CDU "logistischen Nicht-Sachverstand". Schocke zufolge seien die Fahrzeuge bereits randvoll beladen. Durch eine Bündelung ließen sich keine Fahrten einsparen. Außerdem sei die Haftung bei beschädigten Paketen schwer zu regeln. Im Schadenfall schieben sich der Paketdienst und der Kurier auf der letzten Meile vermutlich gegenseitig die Schuld zu.

Der Professor für Produktion & Logistik meint außerdem, dass die Paketdienste "nur gefühlt ein großes Verkehrsproblem" seien. Die Werbung am Fahrzeug falle stark ins Auge, aber tatsächlich liege der Anteil von Paketdiensten am gewerblichen Verkehr in der Frankfurter Innenstadt nur bei 10 Prozent. Bei einer Verkehrszählung in Darmstadt waren es 30 Prozent.

Schocke hält mehr von sogenannten Mikrodepots in zentraler Innenstadt-Lage, die jeder Paketdienst selber betreibt (wie z.B. UPS und DHL in Frankfurt). Die Paketdepots werden morgens befüllt, und tagsüber holen sich die Zusteller die benötigten Sendungen ab und liefern sie zu Fuß, per Lastenrad oder Elektrofahrzeug in der City aus.

Quelle: hessenschau.de



DPD lässt Lieferwagen nachts reparieren

DPD in Duisburg testet einen von Volkswagen angebotenen nächtlichen Fahrzeug-Reparaturservice. Lieferwagen, die zur Wartung oder zur Hauptuntersuchung müssen, können tagsüber regulär für die Paketzustellung genutzt werden und kommen nach Beendigung der Ausliefertour in die VW-Werkstatt. In der Nacht werden dann alle Arbeiten erledigt (außer Unfallschäden), und morgens um 6 Uhr ist das Fahrzeug wieder einsatzbereit.

Auch Privatleute können den nächtlichen Werkstattservice nutzen, aber zu 80% seien die Nutzer Firmenkunden, sagte VW-Autohaus-Geschäftsführer Dirk Rosenberg zur BILD-Zeitung.

Quelle: bild.de


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