Briefbetrug im IPZ: Postcon-Chef wehrt sich / Posse um Geldklau aus DHL-Paket


Briefbetrug im IPZ: Postcon-Chef ärgert sich über Deutsche Post

In der letzten Woche wurde bekannt, dass die Staatsanwaltschaft Koblenz eher zufällig einen Briefbetrug im Internationalen Postzentrum (IPZ) in Frankfurt aufgedeckt hat. Sogenannte Briefkonsolidierer wie z.B. Postcon dürfen dort vorsortierte Sendungen einliefern. Für die Vorsortierung nach Postleitzahlen gewährt die Deutsche Post einen Rabatt: je mehr Briefe, desto höher der Rabatt. Im Zuge des Betrugs sollen private Briefdienste gegenüber der Deutschen Post zu viele Briefe abgerechnet haben. Dadurch gewährte die Post ihren privaten Wettbewerbern Rabatte in Millionenhöhe - offenbar teilweise unberechtigt. Siehe Bericht bei faz.net

Der Geschäftsführer von Postcon, Rüdiger Gottschalk, verteidigt sich nun bei faz.net gegen die impliziten Vorwürfe, sein Unternehmen hätte die Post betrogen. So erklärt Gottschalk, dass die Deutsche Post sogar ein zusätzliches Entgelt für die Mengenkontrollen erhebt. Deshalb müsse sich Postcon auch darauf verlassen können, dass die Kontrollen wirksam und die ausgestellten Gutschriften der Post korrekt seien. Außerdem seien die von Postcon angegebenen Briefmengen durch die Deutsche Post "allesamt auf Richtigkeit bestätigt worden".

Dass die Deutsche Post nun die Auszahlung von Rabattgutschriften an Postcon verweigere, hält Gottschalk für Schikane: "Der Konzern missbraucht seine marktbeherrschende Stellung, um die Konkurrenz zu verdrängen."



Geld aus Paket geklaut: DHL will nicht zahlen, weil angeblich zu schlecht verpackt

Es ist landläufig bekannt, dass Paketdienste für beschädigte Pakete häufig Schadenersatz verweigern, weil die Verpackung angeblich unzureichend war.

Diesmal schießt DHL jedoch den Vogel ab, weil in einem beschädigten und nachverpackten Paket ausgerechnet die sensibelsten Dinge unversehrt geblieben sind: eine Flasche Wein und eine Flasche Whiskey. Stattdessen fehlten in dem aufgerissenen Paket mehrere Geldscheine, die sich in verschlossenen Briefumschlägen befanden. Einige Briefumschläge waren sogar noch vorhanden, aber aufgerissen und leer.

Dass ein Paket zufälligerweise derart beschädigt wird, dass die Außenverpackung aufreißt, gleichzeitig mehrere Briefumschläge aufgeschlitzt werden, die Geldscheine hinausfallen, bloß alle anderen Inhalte nicht - das ist fernab jeder Lebenswirklichkeit. DHL schickt jedoch unbeirrt seinen Standard-Textbaustein: "Die Innenverpackung reichte nicht aus, um einen derart empfindlichen Inhalt zu schützen."

Die geschädigte Kundin will bei DHL Einspruch einlegen. Ganzer Bericht bei derwesten.de


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