DPD in Erftstadt mit neuer Technik von Vanderlande

Das DPD-Paketzentrum in Erftstadt-Lechenich wurde zwar schon 2013 in Betrieb genommen, aber der niederländische Sortiertechnik-Hersteller Vanderlande hat jüngst in einer Pressemitteilung nochmal die technischen Details des 1,3 Hektar großen Gebäudes bekanntgegeben, das Vanderlande im Auftrag von DPD mit Förderanlagen ausrüstete.

LKW werden im Mittelteil der Anlage entladen (mit Teleskopgurtförderern) und die Pakete über 24 parallel verlaufene Eingangslinien zu den Sortieranlagen gefördert. Über separate Entladetore können Paketzusteller außerdem ihre kleineren Fahrzeuge entladen. Jeweils fünf Tore sind durch ein gemeinsames Abzugsband miteinander verbunden.

In der Sortieranlage wird zunächst jedes Paket von 3 Seiten gescannt und automatisch klassifiziert: Je nach Größe und Gewicht zählt ein Paket zur Kategorie "Smalls" (Kleinpakete), "Normals" (Normalpakete) oder "Non-Conveyables" (NCs=nicht automatisch förderbar).

Für jede der 3 Paketklassen gibt es spezielle Sortieranlagen. Normal-Sendungen werden direkt dem Ausgangssortiersystem zugeführt. Über Steigstrecken und eine 2-Wege-Vertikalweiche gelangen die Sendungen in die höher gelegenen Einschleusbereiche der beiden Hauptsortierkreisläufe. Zunächst werden die Pakete auf ein Sammelband (Merge) geführt und gelangen von dort zu den jeweiligen Einschleusungen (Inducts) der Ausgangssorter.

Nicht automatisch förderbare Pakete (NCs) gelangen beim Erreichen der Vertikalweiche auf eine separate Förderstrecke (obwohl sie vom Wortsinn her ja eigentlich "nicht förderbar" sind). Diese NC-Fördertechnikstrecke bringt die Pakete zu einem speziellen Bearbeitungsplatz, wo Mitarbeiter die Sendungen manuell sortieren.

Kleinteilesendungen (Smalls) werden ebenfalls separat sortiert, und zwar in einem als Rundlaufsorter ausgestalteten Kleinteile-Sorter. In diesen Split-Tray-Sorter werden Pakete einzeln von Hand eingelegt. Über dem Sortierziel öffnen sich die Sorter Trays laut Vanderlande "zweigeteilt gegengerichtet nach unten und entlassen das Fördergut in das Zielbehältnis".

Das Herzstück des DPD-Paketzentrums in Erftstadt sind zwei jeweils 400 Meter lange Anlagen vom Typ CROSSORTER 1500 mit einer Leistung von jeweils über 11.000 Paketen pro Stunde. Pakete werden mit 2,5 Metern pro Sekunde transportiert und an einem von 164 Ausschleusepunkten vom Band geschubst.

Das Paketzentrum in Erftstadt gehört nun zu den "leistungsstärksten und modernsten Standorten von DPD in ganz Europa". Niederlassungsleiter Martin Klein freut sich: "Wir haben hier am Standort sehr hohe Paketmengen und eine Vielzahl von Transporten. Das ist eine große logistische Herausforderung, die wir mit unserer leistungsstarken Sortiertechnik jeden Tag aufs Neue gut bewältigen."

Quelle: Vanderlande Pressemitteilung


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