In einem bemerkenswerten Fall ist Paketda-Nutzer Maik ein Erfolg gegen DHL gelungen. Er erhielt Schadenersatz für ein verlorenes Paket, das aus Griechenland nach Deutschland gesendet wurde, hierzulande falsch an einen DHL-Großkunden zugestellt wurde und nicht wieder auftauchte.
Die von DHL zugesagte Entschädigung in Höhe von 560 Euro ist besonders, da uns bei Paketda bislang kein anderer Empfänger bekannt war, der von DHL für ein verlorenes Paket aus dem Ausland Schadenersatz erhalten hat. Der DHL-Kundenservice verweist Empfänger von Auslandspaketen normalerweise an den Absender, damit dieser bei der Postgesellschaft im Absenderland eine Nachforschung beauftragt und anschließend ggf. Schadenersatz erhält.
Bleibt der Absender untätig oder will die Post im Absenderland keinen Schadenersatz auszahlen, "hat man [als Empfänger] ein Problem", erklärte DHL-Pressesprecher Erwin Nier 2019 lapidar. Bislang galt es praktisch als unmöglich, Schadenersatz für ein aus dem Ausland ankommendes Paket zu erhalten.
Endlich eine Lösung für verlorene Auslandspakete
Maik hatte ein Paket von einer Privatperson in Griechenland erhalten, das über die griechische Postgesellschaft Elta nach Deutschland verschickt wurde, bei Maik jedoch nicht zugestellt wurde. Trotz eines umfangreichen Schriftverkehrs mit DHL schien die Situation zunächst ausweglos.
Maik entschied sich deshalb, die Schlichtungsstelle Post der Bundesnetzagentur einzuschalten. Er legte Wertnachweise über den Paketinhalt vor und den griechischen Einlieferungsbeleg. Außerdem unterschrieb der Absender eine Abtretungserklärung, um Maik das Recht einzuräumen, Schadenersatz in Deutschland geltend zu machen.
Diese gründliche Dokumentation führte schließlich zum Erfolg: DHL bot Schadenersatz in Höhe von 560,43 Euro an. Der Wert des verlorenen Inhalts betrug 500 Euro, zuzüglich Versandkosten von 78 Euro. Mit dem erhaltenen Schadenersatz hat Maik letztlich nur einen Verlust von 18 Euro, den er als verkraftbar ansieht.
Erkenntnisse für andere Betroffene
Dieser Fall zeigt, dass es durchaus möglich ist, als Empfänger einer Auslandssendung Schadenersatz von DHL zu erhalten. Der Schlüssel zum Erfolg lag in Maiks entschlossenem Vorgehen, das folgende Schritte beinhaltete:
- Einschaltung der Schlichtungsstelle, um zusätzlichen Druck auf DHL auszuüben.
- Beweiskraft: Maik konnte alle relevanten Dokumente vorlegen, darunter Wertnachweise, Einlieferungsbelege und eine vom Absender unterschriebene Abtretungserklärung.
- Hartnäckigkeit: Maik gab nicht auf, trotz der anfänglich ablehnenden Haltung von DHL.
Das Beispiel macht Kunden in vergleichbarer Situation Hoffnung, ebenfalls Schadenersatz zu erhalten. Vielen Dank an Maik für den detaillierten Erfahrungsbericht und die Hartnäckigkeit, den Fall mit DHL auszufechten.