Das Brief-und Logistikzentrum Stahnsdorf nahm die Deutsche Post am 2. Mai 1996 in Betrieb. Die Märkische Allgemeine berichtete, dass die Mitarbeiterzahl im Jahr 2016 bei 320 lag und im Jahr 2021 bei 400. Zum Vergleich: Im Jahr 2000 waren im Briefzentrum Stahnsdorf 750 Mitarbeiter im 3-Schicht-Betrieb beschäftigt laut Berliner Morgenpost.
Die Deutsche Post ist einer der größten Arbeitgeber in Stahnsdorf. Im Sortierzentrum können täglich bis zu 1,5 Millionen Briefe bearbeitet werden. Weil jedoch immer weniger Briefe verschickt werden, bearbeitet die Post neuerdings auch kleinformatige Pakete in Briefzentren. Dadurch werden die DHL-Paketzentren entlastet.
Die Sortierbänder im Briefzentrum sind insgesamt 2600 Meter lang. Früher konnten in Stahnsdorf nur Briefe im Standardformat maschinell sortiert werden - alles andere wurde von Hand sortiert. Durch den Einbau eines Multiformat-Sorters können seit Sommer 2021 auch Pakete bis 10 cm Dicke und 2kg Gewicht automatisch sortiert werden (max. 10.000 Stück pro Stunde). Dadurch soll auch die Sendungsverfolgung dicker Briefe mit Matrixcode-Briefmarken verbessert werden.
Das Einzugsgebiet des Logistikzentrums umfasst den PLZ-Bereich 14. Dazu gehören z.B. die Kreise Potsdam-Mittelmark, Teltow-Fläming und Havelland sowie die Orte Havel, Bad Belzig, Falkensee, Nauen, Jüterbog, Luckenwalde, Rhinow, Rathenow und Ludwigsfelde. Auch Potsdam, Brandenburg und Teile von Berlin (Zehlendorf, Charlottenburg, Spandau und Gebiete in Wilmersdorf) gehören zum Einzugsgebiet.
Im Juni 2023 besuchte Bundeskanzler Olaf Scholz das Logistikzentrum Stahnsdorf. Zusammen mit Deutsche-Post-Chef Tobias Meyer fuhr Scholz ein Elektro-Lastenrad und einem E-Lastwagen, außerdem legte er Zeitungen in eine Sortiermaschine ein. Scholz versprach, sich gegen Dumpinglöhne in der Postbranche einzusetzen.
Anschrift
Ruhlsdorfer Str. 73-77
14532 Stahnsdorf
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Standort-Typ
Briefzentrum 14 von Deutsche Post DHL
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