Sendungsverfolgung Menü

Ratgeber: Labeldrucker für Paketscheine und Internetmarke

Paketaufkleber als Thermolabel


Inhaltsverzeichnis

  1. Entscheidungshilfe pro/contra Labeldrucker
  2. Sind Paketaufkleber aus Thermopapier schädlich?
  3. Vorteile von Thermopapier in der Paketlogistik
  4. Wann bleicht Thermopapier aus?


Entscheidungshilfe pro/contra Labeldrucker

Wir bei Paketda raten Privatkunden und Kleinunternehmern von einem Thermo-Labeldrucker ab und empfehlen stattdessen, Paketscheine auf selbstklebendem A4-Papier auszudrucken. Das ist bei Sendungsmengen von bis zu 2 Paketen täglich am komfortabelsten. Geeignet sind z.B. Etiketten vom Typ Avery Zweckform 3490 oder Herma 4360.

► Thermo-Labeldrucker haben zwei Nachteile: Sie drucken Label meistens im Format DIN A6 oder seltener DIN A5. Die Onlinefrankierungs-Systeme von DHL, Hermes, DPD, GLS und UPS geben Paketscheine aber nicht in diesem Format aus. Das bedeutet, Sie müssen jeden erzeugten Paketschein vor dem Ausdruck zuschneiden und ggf. kleiner skalieren, damit er zum Format des Labeldruckers passt.

Ab höheren Sendungsmengen von mind. 200 Paketen jährlich lohnt es sich, einen Firmenkundenvertrag mit DHL, Hermes, etc. abzuschließen. Vorteil: In der Onlinefrankierung für Geschäftskunden können Sie das gewünschte Druckformat einstellen, so dass die Paketscheine passgenau für Ihren Drucker erzeugt werden. Das reduziert den Arbeitsaufwand.

Sonderfall Internetmarke

Bei Internetmarken lohnt sich nach Paketda-Erfahrungen die Anschaffung eines Labeldruckers schon ab 3 bis 5 Marken pro Tag. Bei kleineren Sendungsmengen empfehlen wir den Ausdruck auf selbstklebendem A4-Papier. Es gibt spezielle Etikettenbögen, auf denen Internetmarken vorgestanzt und dadurch leicht ablösbar sind.

Prüfen Sie vor dem Kauf eines Etikettendruckers, ob sich damit Etiketten bedrucken lassen, die im Bestellprozess der Internetmarke auswählbar sind. Die Druckeinstellungen finden Sie bei der Internetmarke etwas versteckt unter folgendem Link:

Paketda empfiehlt für Internetmarken den DYMO Labelwriter 550 in Verbindung mit preiswerten Noname-Etiketten (Typ Dymo 99012). Ausführliche Informationen finden Sie im nachfolgenden Youtube-Video.



Sind Paketaufkleber aus Thermopapier schädlich?

Seit dem Jahr 2020 ist der chemische Stoff Bisphenol A in allen Thermopapieren EU-weit verboten. Bisphenol A wurde in den Jahren zuvor bereits in anderen Produkten verboten (z.B. Trinkflaschen), weil der Stoff auf Menschen hormonell einwirkt.

Wer häufigen Umgang mit Thermopapieren hatte, konnte vor 2020 durch Abrieb von Thermopapier Bisphenol A über die Haut aufnehmen, was in hohen Mengen als gesundschädlich gilt. Detaillierte Infos: bfr.bund.de.

Seit Anfang 2020 dürfen Thermopapiere in der EU nicht mehr mit Bisphenol A (BPA) beschichtet sein, und sie stellen dementsprechend kein Risiko dar. Einige Hersteller verwenden Bisphenol S (BPS) als Ersatz für BPA. Möchten Sie solche Papiere vermeiden, suchen Sie gezielt Hersteller bisphenolfreier oder phenolfreier Thermopapiere.

Den höchsten ökologischen Ansprüchen wird blaues Thermopapier gerecht, weil es keinerlei Chemie enthält. Sie finden blaues Thermopapier unter dem Markennamen Blue4est® bei vielen Onlineshops.

↑ zum Inhaltsverzeichnis



Rolle mit Thermoetiketten

Vorteile von Thermopapier in der Paketlogistik

Thermopapier wird häufig für Paketaufkleber verwendet, weil für die „Bedruckung“ keine Tinte und kein Toner notwendig sind. Stattdessen ist eine minimale Farbschicht in das Thermopapier eingearbeitet, die beim Erhitzen des Papiers sichtbar wird. Thermodrucker erhitzen das Thermopapier punktuell (millimetergenau) und erzeugen dadurch das Druckbild.

► Genau genommen wird Thermopapier nicht bedruckt, weil sich die Farbe im Papier befindet und nicht von außen aufs Papier aufgetragen wird. Aus diesem Grund können Thermolabel nicht verwischen und sind unempfindlich gegen Abrieb. Das sind zwei wichtige Vorteile für Paketdienste, weil Pakete nicht „mit Samthandschuhen“ bearbeitet werden und bei der Auslieferung Wind und Wetter ausgesetzt sind.

Großversender schätzen Thermodrucker, weil sie pro Minute zwischen 50 und 100 Etiketten drucken können und niemals Tinte, Toner nachgefüllt werden muss. Diese hohe Leistung ist mit Tintenstrahldruckern oder Laserdruckern nicht erreichbar.

  • Für Logistiker / Firmenkunden sind Industrie-Thermodrucker z.B. von Zebra, Citizen, Epson, cab empfehlenswert. Sie kosten ab 300 Euro aufwärts.
  • Nutzern mit geringem Druckvolumen empfehlen wir preiswertere Modelle z.B. von Brother oder Dymo XL. Sie kosten ab ca. 180 Euro.
  • Hinweis: Achten Sie auf eine Etikettenbreite von mind. 100 mm / 10 cm. Kleinere Paketaufkleber sind nicht lesbar / nicht scanbar.

Als Privatkunde beachten Sie bitte, dass Paketaufkleber von den Paketdiensten i.d.R. nicht im passenden Druckformat für Thermodrucker bereitgestellt werden. DHL und Hermes stellen ihre Paketmarken beispielsweise im A4-Format zur Verfügung. Thermodrucker können mit A4 nicht umgehen, weil sie eher die Formate A6 oder maximal A5 verarbeiten.

Paketda empfiehlt: Für Privatkunden sind Thermodrucker i.d.R. zu aufwändig in der Handhabung. Nutzen Sie stattdessen lieber einen klassischen Tintenstrahl- oder Laserdrucker im A4-Format. Legen Sie dort selbstklebendes A4-Papier hinein, das Sie nach dem Ausdruck aufs passende Format zurechtschneiden. Aufkleberpapier finden Sie im Bürofachmarkt oder hier bei eBay oder hier bei Amazon.

Suchen Sie einen Druckdienstleister für Thermotickets? Dann empfehlen wir www.tick17.de.

Wir bei Paketda nutzen den Druckertyp Citizen CL-S400DT:
Labeldrucker von Citizen

↑ zum Inhaltsverzeichnis




Wann bleicht Thermopapier aus?

Vermeiden Sie den Kontakt alkoholhaltiger Produkte (z.B. Desinfektionsmittel) mit Thermoetiketten oder -papieren. Das Druckbild bleicht dadurch in Sekundenschnelle aus, wie das folgende Video beweist.

Den gleichen Effekt, aber über einen längeren Zeitraum, hat direkte Sonneneinstrahlung auf Thermopapiere. Bewahren Sie Thermopapiere (z.B. Kassenbons) nicht in Klarsichthüllen auf, weil die im Plastik enthaltenen Weichmacher ebenfalls fürs Ausbleichen sorgen können. Möchten oder müssen Sie Thermopapiere mehrere Jahre lang aufbewahren, fertigen Sie lieber eine Kopie davon an.

↑ zum Inhaltsverzeichnis



  Artikel zuletzt aktualisiert am .   |   Autor: