Rücksendungen können deutlich länger dauern als Hinsendungen. Bei Sendungen mit der Deutschen Post, DHL oder anderen nationalen Postgesellschaften können internationale Rücksendungen in Extremfällen bis zu 5 Monate unterwegs sein. Solche langen Laufzeiten wurden teilweise sogar innerhalb der EU beobachtet.
Bei Hermes und Nova Post können Rücksendungen ebenfalls lange dauern, teilweise über einen Monat. In solchen Fällen empfiehlt es sich, spätestens nach zwei Wochen einen Nachforschungsauftrag zu stellen.
Internationale Rücksendungen sind teilweise nur eingeschränkt oder gar nicht verfolgbar.
Bei Kurierdiensten wie FedEx, UPS, GLS und DPD dauern Rücksendungen in der Regel etwa genauso lange wie die ursprüngliche Hinsendung.
Die Rücksendung nationaler Pakete und Päckchen innerhalb Deutschlands ist für Privatkunden kostenlos.
Bei internationalen Paketen ist eine Rücksendung für Privatkunden grundsätzlich kostenpflichtig, sofern auf dem Paket eine entsprechende Vorausverfügung angegeben wurde.
Internationale Päckchen werden dagegen in der Regel kostenlos zurückgesendet. Auch hier ist jedoch eine Vorausverfügung notwendig.
Internationale Rücksendungen sind häufig nur eingeschränkt verfolgbar. Prüfen Sie zusätzlich die Sendungsverfolgung des Zustellpartners im Zielland.
Rücksendungen können deutlich länger dauern als die ursprüngliche Zustellung. Ein Nachforschungsauftrag muss bei Postsendungen spätestens 6 Monate nach Versand gestellt werden.
Bei Paketen, die Geschäftskunden verschickt haben, fallen meist Rücksendekosten an – auch innerhalb Deutschlands.
Rücksendungen können praktisch nicht gestoppt werden, selbst wenn der DHL-Kundendienst informiert wird.
Paketstop:
Privatkunden können bei nationalen Paketen über die Sendungsverfolgung eine Annahme verweigern.
Bei internationalen Paketen ist ein Paketstop über DHL Deutschland normalerweise nicht möglich. In manchen Fällen kann der Zustellpartner im Zielland kontaktiert werden.
Bei falscher Empfängeranschrift erfolgt normalerweise automatisch eine Rücksendung. Eine nachträgliche Adresskorrektur ist nicht möglich.
Ausnahme Filial-Routing:
Geschäftskunden können die Zusatzoption „Filial-Routing“ buchen. Dann wird ein Paket bei falscher Adresse zunächst in einer Postfiliale hinterlegt, statt sofort zurückgesendet zu werden.
Bei internationalen Post- und DHL-Sendungen wird eine Rücksendung nur garantiert, wenn der Absender eine sogenannte Vorausverfügung auf dem Paket angegeben hat.
Fehlt diese Angabe, kann es passieren, dass eine unzustellbare Sendung nicht zurückgesendet wird. In solchen Fällen wird sie je nach Land versteigert oder vernichtet.
Bei internationalen Paketen muss der Absender die Rücksendekosten tragen. Briefe und Päckchen werden dagegen meist kostenlos zurückgesendet.
Achtung bei DHL Päckchen: In der Onlinefrankierung wird die Vorausverfügung häufig nicht abgefragt. Sie muss gegebenenfalls handschriftlich ergänzt werden.
Wenn ein Paket über Vergleichsportale oder Versand-Reseller gebucht wurde, können Rücksendungen auch bei Paketdiensten kostenpflichtig sein, bei denen sie normalerweise kostenlos wären.
Der Grund: Vergleichsportale verkaufen häufig Geschäftskundentarife an Privatkunden. Dadurch können Rücksendekosten entstehen, die teilweise sogar höher sind als die ursprünglichen Versandkosten.
Beispiele für solche Anbieter sind unter anderem: Cargo International, Jumingo, Packlink, Transglobalexpress, Upela oder Weltweitversenden.
Spezialfall: Rücksendungen bei Bestellungen aus China
Bei Bestellungen aus China (oder teilweise auch aus anderen Ländern) werden Pakete häufig nicht direkt aus dem Ursprungsland verschickt. Stattdessen transportiert eine Spedition die Ware zunächst gesammelt nach Europa.
Erst danach wird das Paket als nationales Paket innerhalb der EU an einen Paketdienst übergeben.
In diesem Fall trägt das Paket eine Absenderadresse in Deutschland oder einem anderen EU-Land. Dabei handelt es sich meist um ein Logistiklager der Spedition.
Wenn ein Paket unzustellbar ist, wird es deshalb immer an dieses Logistiklager zurückgeschickt – nicht direkt nach China.
Was danach mit der Sendung passiert, hängt von der Vereinbarung zwischen Händler und Spedition ab. Häufig werden solche Pakete versteigert oder entsorgt, wenn eine erneute Zustellung wirtschaftlich nicht sinnvoll ist.
Der Käufer kann in solchen Fällen nur den Verkäufer kontaktieren und eine erneute Zustellung oder eine Rückerstattung verlangen. Da deutsche Verbraucherrechte in China nicht gelten, besteht jedoch das Risiko, dass weder Ware noch Geld zurückerstattet werden.