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Knigge für die Weihnachtspost: Expertin gibt Tipps


Benimm-Expertin Inge Wolff hat Tipps für den Versand von Weihnachtsgrüßen veröffentlicht. Sie rät zum klassischen Postweg anstatt Whatsapp, um "sich aus der Flut der digitalen Festtagsgrüße positiv herauszuheben".


Brief oder Karte?

Wer wenig Text schreibt, greift lieber zur Weihnachtskarte. Denn eine DIN-A4-Seite, auf der zwischen Anrede und Gruß nur drei Zeilen Text stehen, wirke äußerst mager, so Inge Wolff.

Karten benötigen weniger Text, man darf aber nicht komplett darauf verzichten. Steht auf der Außenseite einer Karte "Frohe Weihnachten" und im Innenteil bloß "wünscht Maxi Musterfrau", entstehe der Eindruck, als hätte der Absender mit dieser Festtagspost bloß eine lästige Pflicht erfüllt.

Unternehmen verschicken Weihnachtsgrüße am besten nicht auf gewöhnlichem Briefpapier. Stattdessen sollten Repräsentationsbogen verwendet werden, die keine eingedruckte Bankverbindung, AGB auf der Rückseite usw. haben. Spezielles Weihnachtsbriefpapier ist auch möglich, erklärt die Expertin.



Inhalt

Inge Wolff: "Am meisten Wertschätzung zeigen Sie der Empfangsperson, wenn Sie Ihre Weihnachts- oder Neujahrswünsche komplett handschriftlich verfassen." Wer etwas weniger Aufwand betreiben möchte, darf vorgedruckte Briefe oder Karten verwenden und als Umrahmung des gedruckten Texts handschriftlich die Anrede sowie Grußformel ergänzen. Gedruckte, eingescannte oder gar gestempelte Unterschriften wirken lieblos.

Besinnliche Zitate zur Weihnachtszeit sollten mit Bedacht ausgewählt werden, damit sie nicht belehrend, aufgesetzt oder deplatziert wirken. Unternehmen tappen ins Knigge-Fettnäpfchen, wenn sie Weihnachtsbriefe mit Werbung oder Sonderangeboten verbinden.



Gestaltung des Kuverts

Niemals Briefumschläge mit Fenster verwenden, "weil sie einen ausschließlich geschäftsmäßigen Eindruck machen." Besser sei laut Wolff ein fensterloses, handschriftlich adressiertes Kuvert. Zur Frankierung eignen sich Sonderbriefmarken. Firmen sollten keinesfalls eine Frankiermaschine nutzen.



Adressierung

Ist ein Brief an mehrere Personen gerichtet, liegt ein besonderes Augenmerk auf der Adressierung. Nicht mehr zeitgemäß sind "Familie Max Mustermann" sowie "Herrn Max Mustermann und Frau".

Bei Briefen an Familien werden alle Vornamen und jedes Mal der Nachname erwähnt. Zum Beispiel:


Sind die Kinder recht klein, entfällt bei ihnen die Nennung des Nachnamens.

Sind dem Absender nicht alle Vornamen der Familienmitglieder bekannt, gelten als Notlösungen: "Frau und Herrn Beispiel", "Familie Beispiel".

Bei Menschen, die weder mit "Frau" noch mit "Herr" angeredet werden möchten, wird dieser Wunsch auf die Anschrift übertragen und lediglich der komplette Name verwendet.


Als letzten Knigge-Tipp verrät Expertin Inge Wolff, Weihnachtspost frühzeitig abzuschicken. Die Briefe bereiten dem Empfänger die ganze Adventszeit über Freude und müssen nicht erst am 24. Dezember eintreffen.

Siehe auch: Versandfristen für Weihnachtspakete


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