Nachsendeauftrag und Umzugsmitteilung: Kunden hinterfragen Datenschutz

Umzugsmitteilung im Nachsendeauftrag
Der Bundesbeauftragte für den Datenschutz erhält eine "hohe Anzahl von Anfragen" zum Thema Datenschutz beim Nachsendeauftrag. Kunden werden deshalb darauf hingewiesen, vor der Erteilung eines Nachsendeauftrags das Kleingedruckte zu lesen.

Konkret geht es um den Nachsendeauftrag bei einem Umzug. Wer umzieht und deshalb Post von der alten Anschrift automatisch zur neuen Anschrift umleiten lassen möchte, kann bei der Deutschen Post eine Nachsendung beauftragen.

Im Formular des Nachsendeauftrags kann freiwillig die Option "Umzugsmitteilung" aktiviert werden. Damit erteilt man als Kunde der Deutschen Post die Erlaubnis, die neue Anschrift an Firmen weiterzugeben. Allerdings nur an solche Firmen, die die alte Anschrift des Kunden kennen.

Dass der Datenschutzbeauftragte viele Anfragen zu diesem Thema erhält, zeigt, dass vielen Postkunden der Unterschied zwischen Nachsendeauftrag und Umzugsmitteilung nicht klar genug ist. Wahrscheinlich sind Kunden erstaunt (oder verärgert), wenn sie an ihrer neuen Anschrift Werbepost erhalten und wundern sich, woher der Absender die neue Anschrift kennt.

Paketda rät: Wer selber entscheiden will, welchen Unternehmen die neue Anschrift mitgeteilt wird, sollte die Option "Umzugsmittteilung" im Nachsendeauftrag nicht aktivieren. In diesem Fall muss man sich selbst darum kümmern, allen Unternehmen, von denen man weiterhin Post bekommen möchte, die neue Anschrift mitzuteilen.

Quelle: www.bfdi.bund.de


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