Ukraine: DHL ermöglicht kostenlosen Versand von Hilfsgütern


DHL stellt Kunden eine kostenlose Paketmarke (hier als PDF) zur Verfügung, mit der kostenlos Hilfsgüter in die Ukraine verschickt werden können. Die Paketmarke gilt bis 20kg.

Die Zustellung übernimmt die staatliche ukrainische Post Ukrposhta, die dafür ebenfalls keine Kosten berechnet. Auf der Website dhl.de/hilfe-ukraine erklärt DHL, welche Produkte in Hilfspaketen erwünscht sind.

Nicht benötigt werden Kleidungsspenden. Verbotene Güter sind z.B. Waffen, verderbliche Lebensmittel, Bargeld, verschreibungspflichtige Medikamente und alle Geräte mit Batterien oder Akkus.

Die kostenlosen Paketmarken haben keine Sendungsnummern, sondern nur eine Leitcodierung bis zum DHL-Paketzentrum Ludwigsfelde. Deshalb ist keine Einlieferung über Packstationen möglich und keine Sendungsverfolgung.



Geldspenden an ukrainische Postmitarbeiter

Die staatliche ukrainische Postgesellschaft Ukrposhta bittet um Spenden zur Unterstützung vom Krieg betroffener Mitarbeiter. Die Spenden werden laut Website 2 bis 3 Monate nach Kriegsende ausgezahlt. Ein Komitee entscheidet dann, welche Mitarbeiter/innen Gelder erhalten.

Deutsches Spendenkonto:

  • Empfänger: JSC Ukrposhta
  • IBAN: DE88500700100947057610
  • Verwendungszweck: Non-repayable financial assistance


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Meest


Der ukrainische Paketdienst Meest hat eine Annahmestelle in Deutschland eingerichtet, an die Hilfsgüter geschickt werden können. Meest organisiert den Weitertransport in die Ukraine. Adresse:

Meest Germany GmbH
Halle 16
Vor der Struth 1
57627 Hachenburg

Auf ua.meest.com heißt es übersetzt: "Wenn Sie humanitäre Hilfe in die Ukraine senden möchten, müssen Sie die Dinge zu einer unserer Vertretungen im Ausland bringen oder senden. Wir werden Ihre Hilfe an die Organisationen senden, die für die Verteilung in der Ukraine verantwortlich sind." Rückfragen können an info@meest-germany.com gerichtet werden.

Meest war bis Kriegsbeginn Zustellpartner von DHL in der Ukraine. Seit ungefähr April 2022 kooperiert DHL mit der staatlichen Post Ukrposhta.



Infos für Österreich

Die Österreichische Post transportiert Pakete mit humanitären Hilfsmitteln bis auf Weiteres kostenlos in die Ukraine. Die Pakete können z.B. an Angehörige, Verwandte oder soziale Einrichtungen geschickt werden. Sie müssen die deutlich sichtbare Aufschrift HUMANITARIAN AID UKRAINE tragen und können in haushaltsüblichen Mengen in allen Postfilialen und bei Post-Partnern in Österreich abgegeben werden.

Folgende Hilfsgüter werden besonders dringend benötigt:

  • Lebensmittel (Konserven, Nudeln, Mehl, Trockenwürste, Kaffee, Zucker)
  • Kleidung (Damen- und Kinderbekleidung, Schuhe, Hosen, Pullover, Handschuhe)
  • Haushaltsgegenstände (Isomatten, Decken, Thermoskannen)
  • Hygieneprodukte (Zahnpasta, Zahnbürsten, Seife, Shampoo, Feuchttücher)
  • Medizinische Produkte und Medikamente (Verbandsmaterial, Antibiotika, Schmerzmittel)

Ein Paket darf höchstens 30 Kilogramm wiegen. Der Inhalt darf den Wert von 100 Euro nicht übersteigen, damit es zollfrei bleibt. Jedes Paket muss ein Zollformular haben (post.at/zollformular).

Aufgrund des Kriegszustandes in der Ukraine kann es zu Problemen bei der elektronischen Sendungsverfolgung kommen, auch kann die ukrainische Post in manchen Gebieten des Landes nicht oder nur mit Verzögerung zustellen.

Die Österreichische Post arbeitet nicht mit Meest zusammen, sondern mit der staatlichen Postgesellschaft Ukrposhta. Weitere Informationen gibt es unter post.at/zusammenhelfen.



Österreichische Sonderbriefmarke

Die Österreichische Post gibt gemeinsam mit "Nachbar in Not" und UNICEF eine Zuschlagsbriefmarke heraus. Die Briefmarke hat eine Nominale von 1 Euro, der Zuschlag von 2 Euro geht in voller Höhe an die beiden Hilfsorganisationen.

Die Briefmarke hat eine Auflage von 200.000 Stück und wird ab nächster Woche in allen Postfilialen, unter onlineshop.post.at sowie beim Sammler-Service der Österreichischen Post erhältlich sein.

Das derzeit leerstehende Post-Logistikzentrum in Linz wird zur Unterbringung von Ukraine-Flüchtlingen adaptiert. Durch die Anpassung der Räumlichkeiten werden vorübergehend Schlafplätze und Unterkünfte für rund 300 Menschen geschaffen, die Betriebskosten für Strom, Heizung und Warmwasser teilt sich die Post mit der Stadt Linz.


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