TV-Reportagen: Zollamt Köln, DHL Express, Paketbetrüger

Alle Jahre wieder ... In der Vorweihnachtszeit berichten TV-Sender besonders häufig über Paketdienste. Paketda hat drei interessante Reportagen herausgesucht.


WDR: Zoll erklärt, welche Pakete beschlagnahmt werden

Zoll erklärt, welche Pakete abgefangen werden

Eine Reporterin des WDR hat das Hauptzollamt Köln-Wahn besucht und sich erklären lassen, auf welche Auslandspakete es der Zoll besonders abgesehen hat.

Verdächtig sind beispielsweise Pakete mit ungenauer Zollinhaltserklärung sowie Pakete, deren Inhalt "kritische" Produkte wie z.B. Pillen vermuten lassen. Im Ausland erhältliche Nahrungsergänzungsmittel sind manchmal so hoch konzentriert, dass sie hierzulande als Arznei gelten und deshalb nicht so einfach importiert werden dürfen.

Die Top-Themen des Zolls sind Produktpiraterie (gefälschte Markenprodukte) und Produktsicherheit (z.B. bei technischen Produkten). Der Zoll achtet auf vorhandene CE-Kennzeichen, dass eine deutsche Bedienungsanleitung vorhanden ist und dass Kontaktinformationen des Herstellers angegeben sind.

Ab Minute 2:50 im Video gibt es einen Blick in die Asservatenkammer des Zollamtes. Dort warten beschlagnahmte Produkte auf ihre Vernichtung.

Bericht: www.youtube.com



N-TV: Einblicke ins Transportnetzwerk von DHL Express

Screenshot N-TV Bericht

In der Sendereihe "Mega-Brands" berichtete n-tv über den Konzern Deutsche Post DHL und speziell über die Sparte DHL Express. Ab Minute 8:00 im Bericht wird gezeigt, welche Stationen ein Expresspaket von Düsseldorf nach Tokio durchläuft.

Der Leiter der Niederlassung Ratingen erklärt im Film, dass Flüge gelegentlich dynamisch geroutet werden, "je nachdem, wie gerade die Situation in der Luft ist." Deshalb wird auf jede DHL-Express-Sendung, die in den Export geht, ein neues Routerlabel geklebt. So ist sichergestellt, dass die aktuellste, beste Transportroute verwendet wird.

Bei Minute 18:20 des Berichts wird das DHL-Airhub Leipzig vorgestellt und die dort befindliche Leitstelle (Netzwerkzentrale). Für Transitsendungen beträgt das sog. Connection Window nur 120 Minuten. In dieser Zeit muss ankommende Luftfracht entladen, sortiert und ins nächste Flugzeug eingeladen werden. Das pro Nacht bearbeitete Paketvolumen beträgt etwa 350.000 Sendungen. In Spitzenzeiten sind es bis zu 500.000 Pakete pro Nacht.

Bericht: www.tvnow.de

Am Logistiknetzwerk von DHL nimmt sich sogar die Bundeswehr ein Beispiel. Wie die Augsburger Allgemeine schreibt, waren DHL-Vertreter vor wenigen Tagen an einer Konferenz in Ulm zur zivil-militärischen Zusammenarbeit beteiligt. Ein Oberstleutnant sagte zur Zeitung, dass die Notfallpläne von DHL "ein hohes Maß an Aktualität und Praktikabilität" hätten, und davon wolle die Bundeswehr lernen.



SWR: So leicht kommen Diebe an fremde Pakete

Screenshot des SWR-Berichts

In der Sendung "Vorsicht Verbrechen" hat der SWR überprüft, wie schwer bzw. leicht sich Pakete durch einen Betrüger abfangen lassen. Im ersten Teil schickte der SWR einige Testpakete los und platzierte im Hausflur der Zieladresse einen Reporter, der sich als Nachbar ausgab. Viele Zusteller übergaben dem Reporter das Paket, ohne seine Identität zu prüfen.

Im zweiten Teil platzierte sich der Reporter nicht mehr im Hausflur sondern wollte das Paket abfangen, indem er von der Straße her an den Zusteller herantrat. Bei dieser Strategie verweigerten die Zusteller von Hermes und UPS eine Herausgabe des Pakets.

Im dritten Teil des Tests ging der Reporter noch einen Schritt weiter und suchte sich am Straßenrand parkende Lieferwagen. Er öffnete problemlos die Türen und verschaffte sich Zugang zum Laderaum. Wäre der Reporter ein echter Dieb gewesen, hätte er die Sendungen stehlen können.

Ebenfalls problematisch: Vor vielen Einfamilienhäusern entdeckte der Reporter abgestellte Pakete an ungeschützten Orten. Die offen sichtbaren Pakete sind eine Einladung an potenzielle Diebe.

Bericht: www.swrfernsehen.de




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