Deutsche Post kann sich Beschwerdeanstieg bei Bundesnetzagentur nicht erklären

Pressekonferenz bei der Bundesnetzagentur in Bonn (Archivfoto)

Die Deutsche Presseagentur (dpa) hat sich bei der Bundesnetzagentur erkundigt, wie viele Beschwerden über Post- und Paketdienste von Januar bis Juni 2020 eingereicht wurden. Laut Behörde waren es mehr als 10.000! So viele Beschwerden wurden innerhalb von sechs Monaten nie zuvor registriert.

Zum Vergleich: im ersten Halbjahr 2019 gingen etwa 8.700 Beschwerden bei der Bundesnetzagentur ein. Im Gesamtjahr 2018 waren es 12.600 Beschwerden und im Gesamtjahr 2019 ca. 18.200 (Paketda berichtete)

Geht der Trend in diesem Tempo weiter, dürften am Jahresende 2020 mehr als 20.000 Beschwerden bei der Bundesnetzagentur vorliegen.

Zu berücksichtigen ist, dass nicht alle Beschwerden die Deutsche Post DHL betreffen sondern auch Wettbewerber wie DPD, GLS, Hermes und UPS. Trotzdem kann man annehmen, dass auf Marktführer Deutsche Post DHL im Paketbereich die meisten Beschwerden entfallen. Im Briefbereich sowieso, weil es dort für die Deutsche Post kaum Konkurrenz gibt.

Ein Pressesprecher von Deutsche Post DHL sagte zur dpa, dass der Anstieg der Beschwerdezahlen für das Unternehmen nicht nachvollziehbar ist. Intern sei sogar ein Rückgang an Beschwerden festzustellen.

Quelle: www.spiegel.de


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