Paketdienste im Baufieber: Kabelsketal, Hamburg, Eutingen, Bonn

Die deutsche Bauindustrie freut sich über weiterhin steigende Auftragseingänge

Hermes gibt Standort für neues Logistikzentrum Halle bekannt

Schon einige Monate lang war bekannt, dass das Hermes-Verteilzentrum Halle durch einen Neubau ersetzt wird. Nun haben Hermes und der Bauherr ECE den genauen Standort verraten: Kabelsketal, zwischen Halle (Saale) und Leipzig gelegen. In unmittelbarer Nachbarschaft befindet sich auch das DHL-Express-Depot Kabelsketal.

ECE investiert eigenen Angaben zufolge 44 Millionen Euro in das neue Logistikzentrum. Es soll bis zum Frühjahr 2019 fertiggestellt sein. Die Sortierkapazität beträgt "täglich mehr als 100.000 Sendungen".

Quelle: ECE-Pressemitteilung

Hermes-Neubau in Kabelsketal



DHL: Prototyp für Citylogistik-Zentrum

Das Portal konii.de berichtet über ein "innenstädtisches Paketverteilzentrum neuer Art", das DHL ab Juni 2018 in Hamburg beziehen wird. In einem Gewerbepark mietet DHL eine Fläche von 4.800 Quadratmetern, um dort einen "Prototyp" zu starten.

Die Sortierhalle soll über 4 Verladetore für LKW und über 36 Verladetore für Zustellfahrzeuge verfügen. Die Anfahrt erfolge über einen Innenhof, was angeblich Andockflächen einsparen helfe.

Interessant: Das neue DHL-Citylogistik-Zentrum befindet sich in der Schnackenburgallee 43-45 in Hamburg. In der gleichen Straße, bloß mit Hausnummer 201, befindet sich derzeit noch das Hermes-Verteilzentrum Hamburg. Hermes gibt diesen Standort aus Platzgründen jedoch auf und nimmt 2019 ein größeres Paketzentrum in einer Randlage Hamburgs in Betrieb.



Erweiterungen am Paketzentrum Eutingen

Zu Stoßzeiten bilden sich vor dem DHL-Paketzentrum Eutingen lange LKW-Staus, die bis zur angrenzenden Bundesstraße 14 reichen. Deshalb will DHL die Zu- und Abfahrt zum Paketzentrum neu gestalten und zusätzliche Rangier- und Parkflächen schaffen. Außerdem sei eine Toilettenanlage geplant, schreibt der Schwarzwälder Bote.

Die Kommunalpolitiker stehen dem Bauvorhaben positiv gegenüber. Vorher müssen allerdings noch Flächennutzungsplan und Bebauungsplan geändert werden, damit sich das Paketzentrum vergrößern kann.



Hermes schließt Verteilzentrum München-Süd

Das Firmenschild ist schon abgeschraubt und auch sonst macht das Gelände des Hermes-Verteilzentrums in Geretsried einen verlassenen Eindruck (vgl. Foto). Das Paketzentrum wird nach Paketda-Informationen Ende April 2018 geschlossen und entweder woanders hin verlegt oder mit dem Hermes-Verteilzentrum München-Nord in Schweitenkirchen zusammengelegt.

Der Bau neuer Logistikzentren und die Schließung kleinerer Verteilzentren ist Bestandteil der Hermes-Strategie, bis 2020 ein schnelleres Transportnetz aufzubauen (Paketda berichtete).

Das einstige Hermes-Verteilzentrum in Geretsried



Deutsche Post baut in Bonn neues Verwaltungsgebäude

Deutlich mehr als 100 Millionen Euro soll ein neues Bürogebäude kosten, das die Deutsche Post DHL Group in Bonn für 2500 Mitarbeiter errichten lassen will. Es handele sich um ein Gemeinschaftsprojekt mit dem Bauunternehmen Ten Brinke, berichtet die Immobilien Zeitung unter Berufung auf den Bonner Generalanzeiger. Ten Brinke habe das Projekt bestätigt.

Der Neubau soll auf einem 16.000 Quadratmeter großen Gelände entstehen. Das neue Bürogebäude soll jenen Post-Mitarbeitern eine gemeinsame Arbeitsstätte bieten, die bislang "auf 20 gemietete Gebäude im Stadtgebiet verteilt" sind, wie Olaf Hermanni (Deutsche Post) dem Bonner Generalanzeiger erklärte. Als Baustart wird das Jahr 2020 angestrebt.



Bürgermeister: DPD soll Raunheim verlassen

Das DPD-Depot in Raunheim (bei Frankfurt am Main) sorgt offenbar für so hohe Verkehrsbelastungen, dass Kommunalpolitiker eine Schließung des Paketzentrums am jetzigen Standort befürworten. Man wolle dem DPD-Mutterkonzern Le Groupe La Poste eine Absiedlung schmackhaft machen, berichtet die Zeitung Main-Spitze unter Berufung auf Raunheims Bürgermeister Thomas Jühe.

Ein Argument pro Absiedlung seien die stark gestiegenen Grundstückspreise, die DPD bei einem Verkauf des Geländes erzielen könne. Das ursprünglich 2010 in einem Gewerbegebiet gebaute Paketzentrum befinde sich aufgrund städtischer Entwicklung "nunmehr innerhalb des Stadtgebietes", schreibt die Zeitung.

Bürgermeister Jühe regiert mit starker Hand: Ein neuer Anstrich oder neue Rollos an den sog. Altgewerbeflächen seien nicht ausreichend. Es müsse "radikale Lösungen" und "keine Tabus" geben. Scheint so, als wäre DPD in Raunheim wirklich nicht mehr erwünscht ...


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