Evri testet Paketstation, die selbst sortiert
Der britische Paketdienst Evri testet in Bristol gemeinsam mit dem Start-up Collective Robotics eine neue Art von Paketstation. Anders als bei klassischen Paketautomaten muss der Zusteller Sendungen nicht selbst in einzelne Fächer einsortieren. Stattdessen wird ein größerer Posten Pakete auf einmal abgeladen. Die Anlage übernimmt anschließend automatisch Sortierung und Lagerung.
Collective Robotics bezeichnet das Konzept als robotisches Mikro-Logistikzentrum für Wohnviertel. Durch die automatische Lagerung sollen auf kleiner Fläche besonders viele Pakete untergebracht werden können. Empfänger können ihre Sendungen anschließend rund um die Uhr abholen.
Evri testet das System seit 14.09.2026 1 Woche lang in der Wohnanlage Paintworks in Bristol. Langfristig könnte die Paketstation als Ausgangspunkt für autonome Roboter dienen, die Pakete vom Hub zum Empfänger bringen.
Quellen: evri.com | collectiverobotics.ai
Frankreich: Paketshops bekommen Kühlzonen für Pakete
Der französische Paketdienst Chronopost (La-Poste-Gruppe) führt spezielle Paketshops für gekühlte Lebensmittel ein. In den sogenannten "Relais Frais" werden Pakete nach der Zustellung in Kühlbereichen bei 0 bis 4 Grad gelagert. Dafür werden Geschäfte mit bereits vorhandenen Kühlmöglichkeiten genutzt, wie z.B. Supermärkte.
Empfänger werden nach der Zustellung benachrichtigt und haben 5 Tage Zeit, ihr Paket per QR-Code abzuholen. Aktuell umfasst das Chronofresh-Netz mehr als 100 Standorte, unter anderem im Großraum Paris.
Bis Ende 2027 soll es 1.000 gekühlte Paketshops in ganz Frankreich geben. Das Angebot richtet sich an Pakete mit frischen Lebensmitteln mit mindestens 5 Tagen Resthaltbarkeit. Bereits 2023 hatte La Poste moderne Paketstationen mit Kühlfach eingeführt (Paketda berichtete).
Quelle: chronofresh.fr
Sinkende Briefmengen: Schweizerische Post baut Stellen ab
Die Schweizerische Post will ihre Kosten senken und wird deshalb bis Ende 2027 maximal 110 Stellen in Management- und Supportfunktionen abbauen. Beschäftigte in der Zustellung und in den Filialen sollen von den Maßnahmen nicht betroffen sein.
Als Gründe nennt die Post unter anderem weiter sinkende Briefmengen und weniger Zahlungen am Postschalter. Wachstum in neuen Geschäftsfeldern und Preiserhöhungen können die dadurch rückläufigen Erträge bislang nicht vollständig ausgleichen.
Deshalb sollen interne Abläufe und Strukturen vereinfacht und teilweise Leistungen gestrichen werden. Einen Teil des Stellenabbaus will die Post durch natürliche Fluktuation sowie Pensionierungen auffangen.
Quelle: post.ch