Vinted und DHL setzen stärker auf Packstation-zu-Packstation
DHL und Vinted bauen ihre Zusammenarbeit in Deutschland aus. Im Mittelpunkt steht der Versand von Packstation zu Packstation, der auf der Secondhand-Plattform künftig stärker genutzt werden soll.
Vinted-Verkäufer können ihre Sendungen rund um die Uhr an einer Packstation aufgeben. Käufer holen die Pakete ebenfalls unabhängig von Öffnungszeiten an einem Automaten ab. Alles altbekannt.
Welche konkreten Neuerungen mit der angekündigten engeren Zusammenarbeit verbunden sind, bleibt unklar. In der Pressemitteilung erklären die Unternehmen nicht, wie der Packstation-zu-Packstation-Versand gestärkt werden soll. Preisliche Anreize bestehen bereits: Der Versand an eine Packstation oder Filiale ist für Vinted-Nutzer rund 80 Cent günstiger als die Zustellung an die Haustür. Es bleibt also abzuwarten, welche Maßnahmen zusätzlich ergriffen werden.
Quelle: group.dhl.com
EU-Prüfung verzögert Inpost-Übernahme durch Fedex
Die geplante Übernahme des europäischen Paketdienstes Inpost durch Fedex sowie die Finanzinvestoren Advent und PPF verzögert sich. Weil die EU-Kommission und eine vietnamesische Wettbewerbsbehörde den Deal noch nicht freigegeben haben, wurde die Angebotsfrist kurzfristig bis zum 18. September 2026 verlängert.
Das Konsortium will Inpost für 7,8 Milliarden Euro übernehmen. Fedex ist mit 37 Prozent beteiligt. Nach Einschätzung des Branchenexperten und früheren GLS-Chefs Rico Back will sich der US-Konzern damit den Zugang zum europäischen E-Commerce-Paketmarkt erkaufen. Fedex würde damit das bisherige B2B-Geschäft stärker um Privatkunden erweitern.
Inpost betreibt europaweit mehr als 64.600 Paketstationen und verfügt über zahlreiche Verträge mit E-Commerce-Versendern. Rico Back hält die Zustellung an Paketautomaten für wirtschaftlich sehr attraktiv. Eine Haustürzustellung koste im Durchschnitt rund 2,90 Euro, während die Ausgabe an einem Automaten lediglich etwa 18 Cent verursache. Allerdings seien Paketstationen erst ab ungefähr zehn bis zwölf Transaktionen pro Tag rentabel. Neben Anschaffungskosten von durchschnittlich 21.000 Euro fielen pro Station jährlich rund 8.000 Euro für Standortmiete und Betrieb an.
Quelle: Handelsblatt
Dialogpost wird teurer: Indikator fürs Briefporto 2027?
Die Deutsche Post erhöht zum 1. Januar 2027 die Preise für Dialogpost. Je nach Format steigen sie um 1 bis 4 Cent. Bereits Anfang 2026 hatte es eine Preiserhöhung gegeben. Zusammengerechnet verteuert sich Dialogpost damit innerhalb von zwei Jahren je nach Format um ca. 5 bis 12 Prozent.
Am stärksten steigt der Preis für eine Dialogpost-Postkarte: von 34 Cent im Jahr 2025 auf 38 Cent im Jahr 2027. Das entspricht einem Plus von 11,8 Prozent. Bei den übrigen Formaten liegt die Erhöhung meist zwischen 5 und 8 Prozent. Über alle Gewichtsstufen hinweg ergibt sich als grober Richtwert eine Preiserhöhung von rund 7 Prozent.
Das könnte ein Hinweis auf die nächste Portoerhöhung für Privatkunden sein. Das Briefporto ist seit Anfang 2025 unverändert und bis Ende 2026 festgeschrieben. Überträgt man die Dialogpost-Entwicklung grob auf Privatkundenbriefe, wären ab 2027 etwa 1,00 bis 1,05 Euro für Postkarte und Standardbrief denkbar sowie 1,20 Euro für den Kompaktbrief.
Eine verlässliche Prognose ist das allerdings nicht. Dialogpost ist nicht reguliert, während die Preise für Privatkundenbriefe von der Bundesnetzagentur genehmigt werden müssen.
Quelle: deutschepost.de
Führungswechsel bei DPD Österreich
Rainer Schwarz, Geschäftsführer von DPD Österreich, geht nach fast 20 Jahren in den Ruhestand. Sein Nachfolger Stefan Heiglauer tritt zum 1. Januar 2027 in die Geschäftsführung ein. Georg Karoh bleibt weiterhin Geschäftsführer.
Heiglauer war zuletzt bei Metro Österreich tätig und zuvor unter anderem für dm sowie die Österreichische Post. DPD würdigt Schwarz als prägende Führungspersönlichkeit, die den Ausbau des Unternehmens maßgeblich mitgestaltet habe.
In Schwarz’ Amtszeit fielen allerdings auch mehrere kritische Medienberichte über die Arbeitsbedingungen bei DPD-Subunternehmen. Thematisiert wurden unter anderem lange Arbeitszeiten, unbezahlte Überstunden und wirtschaftlich unter Druck geratene Systempartner. DPD wies die Vorwürfe wiederholt zurück (Paketda berichtete).
Quelle: Pressemitteilung