Neues DHL-Paketzentrum bei Heilbronn geplant
Im baden-württembergischen Wallhausen (Landkreis Schwäbisch Hall) hat der Gemeinderat einstimmig den Aufstellungsbeschluss für ein neues Gewerbegebiet gefasst. Kern des rund 20 Hektar großen Areals soll ein 16 Hektar großes Logistikzentrum von DHL werden.
Nach Angaben der Gemeinde sind Investitionen von rund 250 Millionen Euro geplant und es könnten bis zu 450 Arbeitsplätze entstehen. Das ist die typische Größenordnung für ein Paketzentrum mit 3-Schicht-Betrieb, wie es zum Beispiel im bayerischen Weichering entsteht.
Das Paketzentrum in Wallhausen soll teilweise in einen Hang eingegraben werden, um die Sichtbarkeit zu reduzieren. Vorgesehen sind zudem Lärm- und Sichtschutzmaßnahmen sowie eine Anbindung an die B290. DHL übernimmt laut Gemeinde die Planungs- und Erschließungskosten.
Bis zum möglichen Baustart dürften noch mehrere Jahre vergehen. Zudem bilden sich i.d.R. Bürgerinitiativen, um Paketzentren zu verhindern. Für die Gemeinde Wallhausen, die seit Jahren eine angespannte Finanzlage hat, würde der DHL-Neubau mehr als eine Verdopplung der sozialversicherungspflichtigen Jobs vor Ort bedeuten.
Quelle: www.swp.de
GLS wächst kräftig, aber Deutschland kein Wachstumstreiber
Die Muttergesellschaft von Royal Mail und GLS, International Distribution Services (IDS), meldet für das Weihnachtsquartal 2025/26 ein starkes GLS-Geschäft. GLS steigerte das Paketvolumen um 9%, der Umsatz legte um 8,7% zu.
Treiber sind vor allem das internationale Geschäft (+12%) sowie das Out-of-home-Netzwerk (+43% Volumen). Fast 32 Mio. Sendungen liefen in der Hochsaison über Paketshops und Paketautomaten. Insgesamt liegt der Out-of-home-Anteil bei B2C-Sendungen bei rund 30%.
Besonders hohe Zuwächse meldet GLS aus Tschechien, Rumänien und Spanien. GLS Germany habe laut IDS eine "solide Performance" abgeliefert. Genauere Daten gibt es nicht. Regulatorische Änderungen in Deutschland und Belgien erhöhen laut IDS die operative Komplexität.
Quelle: internationaldistributionservices.com
Keine eigenen Zusteller mehr: Lünebote setzt auf Deutsche Post
Der im Raum Lüneburg (Niedersachsen) tätige private Briefdienst Lünebote hat sein Geschäftsmodell Anfang 2026 grundlegend verändert. Eigene Zusteller sind nicht mehr im Einsatz, rote Briefkästen wurden abgebaut, Verkaufsstellen für Briefmarken geschlossen. Privatkunden können keine Sendungen mehr über Lünebote aufgeben.
Für Geschäftskunden bietet das Unternehmen ausschließlich sogenannte Hybridpost an: Briefe werden digital (als PDF) übermittelt, von Lünebote gedruckt und kuvertiert. Bemerkenswert: Die Zustellung übernimmt anschließend die Deutsche Post.
Eine Anbindung an das Netzwerk anderer regionaler Briefdienste besteht offenbar nicht mehr. Lünebote agiert damit faktisch nur noch als Druck- und Konsolidierungsdienstleister mit Übergabe an die Deutsche Post. Das Unternehmen Lünebote war Ende der 90er Jahre gegründet worden im Zuge der ersten Liberalisierung des Briefmarktes.
Zusteller in Frankfurt überfallen
Im Frankfurter Stadtteil Frankfurter Berg ist ein Paketzusteller Opfer eines Raubüberfalls geworden. Wie die Polizei mitteilt, drängten am Freitagnachmittag (06.02.2026) gegen 17:30 Uhr zwei unbekannte Männer den Zusteller in einen Hauseingang.
Dort schubsten sie ihn in eine Ecke und forderten die Herausgabe eines Pakets. Während einer der Täter den Zusteller festhielt, riss der andere ihm die Sendung aus der Hand. Anschließend flüchteten beide mit einem blauen VW Tiguan.
Quelle: Polizei