Neues DPD-Paketzentrum
DPD hat in Kaiserslautern ein neues Paketzentrum in Betrieb genommen. Im Vollbetrieb können dort bis zu 5.500 Pakete pro Stunde sortiert werden. Rund 130 Arbeitsplätze sollen entstehen.
Technisch setzt DPD auf digitale Sortierung mit Handrückenscannern sowie auf vorausschauende Wartung der Fördertechnik. Auch beim Thema Nachhaltigkeit ist der Standort ausgelegt: Wärmepumpen, eine Photovoltaikanlage sowie vorbereitete Ladepunkte für E-Fahrzeuge gehören zur Ausstattung.
Quelle: dpd.com
Teure Lärmschutzwand
DHL-Chef Tobias Meyer kritisiert im Interview mit der "Welt am Sonntag" (Ausgabe vom 18.01.2026) die Kosten für eine Lärmschutzwand am Paketzentrum Köngen. Die Kapazität des Paketzentrums soll durch einen Erweiterungsbau erhöht werden. Meyer wörtlich:
"Auf die Baugenehmigung warten wir seit 5 Jahren. Stattdessen mussten wir erst einmal eine 16 Meter hohe Lärmschutzwand bauen. Dahinter befinden sich eine Bundesstraße und einige Häuser. Wäre es nicht sinnvoller gewesen, jedem Hausbesitzer 50.000 Euro für neue schalldichte Fenster zu geben, als diese Riesenwand neben einer vielbefahrenen Straße errichten zu müssen? Oder die Mittel für den Bau eines Kindergartens einzusetzen?"
Litauische Postversorgung bald in estnischer Hand?
Die litauische Post (Lietuvos pastas) warnt vor einer Aufspaltung des Universaldienstes. Hintergrund ist eine Entscheidung der litauischen Regulierungsbehörde RRT, wonach ab 2027 neben der litauischen Post auch Omniva (estnische Post) als Anbieter des litauischen Universaldienstes infrage kommt. Universaldienst bezeichnet die flächendeckende Versorgung eines Landes mit grundlegenden Brief- und Paketdienstleistungen.
Die litauische Post argumentiert, eine Aufteilung oder ein Verlust ihrer Lizenz käme faktisch einer schleichenden Privatisierung gleich. Dadurch seien bis zu 1.000 Arbeitsplätze gefährdet und es gäbe vermutlich steigende Portokosten. Eine Entscheidung über die Vergabe des Universaldienstes in Litauen für den Zeitraum 2027 bis 2035 soll bis Ende 2026 fallen.
Quellen: lietuvospastas.lt | vz.lt
Nach Jahren mal wieder eine Trauermarke
Die Deutsche Post bringt am 2. März 2026 eine für Trauerpost geeignete 95-Cent-Briefmarke heraus. Die schwarz-weiß gestaltete Marke erscheint anlässlich des 200. Geburtstags von Julie Hausmann und trägt den Titel des von ihr getexteten Liedes "So nimm denn meine Hände".
Bemerkenswert ist die Marke vor allem deshalb, weil es in Deutschland seit 2017 keine spezielle Trauerbriefmarke mehr gab, obwohl Trauerbriefe nach wie vor zu den klassischen Anlässen für handgeschriebene Briefpost zählen. In anderen Ländern ist man hier weiter: Die Schweizerische Post führt Trauermarken dauerhaft im Sortiment, die Österreichische Post verausgabte zuletzt 2023 eine entsprechende Marke.