Ehemaliger UPS-Zusteller meckert über DPD
Ein Mann aus Cham hat dem Straubinger Tagblatt etliche Schauergeschichten über DPD erzählt. Das Besondere: Er arbeitete früher selbst als UPS-Paketzusteller und kennt die harten Arbeitsbedingungen. Deshalb kommt er Zustellern im Treppenhaus entgegen und hilft beim Tragen schwerer Pakete.
Doch für DPD hat der ehemalige UPS-Zusteller kein lobendes Wort übrig. Einmal habe er eine Pflanze bestellt, die jedoch nie bei ihm ankam, obwohl DPD das behauptete. Auf dem Ablieferbeleg fand er seine gefälschte Unterschrift.
Als er sich erneut Pflanzen bestellte, sei der Karton "im strömenden Regen einfach vor die Haustür geworfen worden" und durchgeweicht. Eine Beschwerde beim DPD-Kundenservice habe keine Besserung gebracht. Stattdessen legt DPD weiterhin Pakete ohne Unterschrift vor seiner Haustür ab, oder die Pakete werden nach dem Öffnen der Haustür kommentarlos ins Treppenhaus geworfen.
Die DPD-Pressestelle antwortete dem Straubinger Tagblatt am Thema vorbei (mal wieder), dass der Kunde beschädigte Pakete nicht annehmen oder den Zusteller auf die Beschädigung hinweisen solle. Doch wie soll das gehen, wenn DPD nie persönlich zustellt? - Der Kunde zieht deshalb ein hartes Fazit und betitelt DPD als "Saustall".
Hermes mit etwas höherer Schaden- und Verlustquote
In einem Bericht der Zeit über eine Versteigerung unzustellbarer Hermes-Pakete heißt es, dass die Schaden- und Verlustquote bei Hermes 0,04 Prozent beträgt. Auf 1 Million Pakete umgerechnet sind das 400 beschädigte oder verlorene Sendungen.
Im Jahr 2016 gab Hermes die Schaden- und Verlustquote noch mit 0,03 Prozent an (Quelle).
Laut Pitney-Bowes-Studie hat Hermes ca. 13% Marktanteil in Deutschland. Ausgehend von 4,15 Mrd. Gesamtpaketen im Jahr 2022 in Deutschland hätte Hermes ca. 623 Mio. Pakete befördert. Davon 0,04 Prozent bedeutet 249.000 beschädigte oder verlorene Pakete.
Zum Vergleich: Bei 0,03 Prozent Schaden- und Verlustquote wären es nur 187.000 Pakete gewesen.
Bayreuth: Briefe im Müll gefunden
Dass Zusteller Briefe einfach wegwerfen, anstatt sie zuzustellen, kommt leider regelmäßig vor. Ein aktueller Fall betrifft den Bayreuther Ortsteil Laineck. Dort wurde ein Passant stutzig, weil er einen mit Briefen vollgestopften Mülleimer fand.
Die herbeigerufene Polizei kontaktierte die örtliche Zustellbasis, so dass der Postbote ermittelt werden konnte. Es handelte sich um einen 19-jährigen Zusteller, der gesundheitliche Gründe und Überforderung angab, weshalb er die Briefe wegwarf. Der Polizei nannte er weitere Stellen, an denen er Briefe entsorgt hat. Insgesamt wurden 400 Sendungen gefunden, die alle noch verschlossen waren und den Empfängern nun zugestellt werden.
Quelle: nordbayern.de