Fünf Kurznachrichten aus der Branche


Amazon Deutschland erhält eigene E-Lieferwagen

Amazon-Manager Martin Andersen hat bei Linkedin.com Fotos des ersten in München eingesetzten Elektro-Lieferwagens vom Hersteller Rivian veröffentlicht.

Im Herbst 2019 schloss Amazon mit Rivian einen Vertrag über die Lieferung von 100.000 Fahrzeugen. Die Lieferwagen werden exklusiv für Amazon hergestellt und verfügen über Außenkameras, die eine 360°-Rundumsicht ermöglichen. Seit Juli 2022 sind die ersten Serienfahrzeuge unterwegs. Dass sie auch außerhalb der USA eingesetzt werden, ist eine Überraschung.

Mehr zum Fahrzeug hier bei Youtube.



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Na sowas: Hermes ist teuer

Paketda-Leser Logistikrobin hat festgestellt, dass Hermes zwar noch ein Billigimage hat, aber längst nicht mehr der billigste Paketdienst ist. Ganz im Gegenteil: Bei Hermes startet der Versand ab 4,50 Euro (Einlieferung Paketshop, Zustellung Hausanschrift). Wettbewerber GLS berechnet hingegen nur 4,30 Euro, DPD 4,39 Euro und DHL 3,99 Euro für ein Päckchen.

Beim S-Paket (50 cm) verlangt Hermes 4,95 Euro, GLS 4,90 Euro und DPD 4,99 Euro. DHL bleibt wegen schlechter Vergleichbarkeit außen vor.

Beim M-Paket (80cm) ist Hermes mit 5,95 Euro der günstigste Anbieter.

In der höchsten Paketklasse XXL-Paket (inkl. Abholung) berechnet Hermes 33,95 Euro. DPD hingegen nur 24,00 Euro inkl. Abholung. DHL kostet inkl. Abholung 19,49 Euro, und GLS kostet ohne Abholung 18,90 Euro.



DPD wälzt Kontaktlos-Risiko auf Kundin ab

Eine DPD-Paketempfängerin aus Hamm hat sich an BILD.de gewandt, weil ihr angeblich ein Paket kontaktlos zugestellt wurde, sie es in Wirklichkeit aber nicht bekam.

Die Ware hatte die Kundin mit Klarna bezahlt, doch der Zahlungsanbieter schlug sich auf die Seite des Verkäufers. Die Ware sei korrekt zugestellt worden. BILD musste mehrfach bei DPD nachhaken, bevor das Unternehmen einlenkte und den Kaufpreis (ca. 90 Euro) erstattete.



Sicherheitscode an Packstationen nicht mehr notwendig?

Ein Leser berichtete Paketda, dass der Sicherheitscode (ähnlich eines QR-Codes) nicht mehr eingescannt werden muss, wenn man ein Paket per Packstation verschickt. Wer das bestätigen kann, bitte unterhalb dieses Artikels kommentieren. Vielen Dank.



Paketdienste können noch Preise senken

Sinkende Versandkosten sind in diesen Zeiten eine außergewöhnliche Meldung. Deshalb ein kurzer Hinweis auf ein Podcast-Interview (Spotify) mit René Ruhland, Geschäftsführer der myposter GmbH. Bei Minute 44:30 spricht er von gesunkenen Frachtraten: "Ich weiß gar nicht, ob ich das sagen darf, aber bei uns wurden die Raten gesenkt. Kann am Volumen liegen."

Myposter verschickt bis zu 15.000 Bestellungen täglich mit DHL, DPD und anderen Dienstleistern. Auf welchen Paketdienst sich die gesunkenen Preise beziehen, sagte Ruhland nicht. Myposter-Kunden bezahlen pauschal 3,99 Euro Versandkosten.



Hermes setzt Elektro-LKW ein

In der Nähe des Hermes-Logistikcenters in Hamburg wurde ein sogenanntes E-Mobility-Hub eingerichtet, an dem bis zu 130 Lieferwagen gleichzeitig aufgeladen werden können. Außerdem wird im Bericht unter newsroom.hermesworld.com erwähnt, dass ab sofort ein E-LKW "ab Hamburg im Einsatz" ist. Aufgrund der höheren Ladeleistung kann der LKW nur direkt am Logistikcenter aufgeladen werden.

Im Rahmen eines zweijährigen Pilotversuchs setzte Hermes bereits im Jahr 2018 einen eActros von Mercedes-Benz zwischen Bad Hersfeld und Friedewald ein.


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