DHL Delivery reaktiviert? / Schweizer Postchef im Interview / Briefkästen mit 5cm-Schlitz


Deutsche Post lagert LKW-Fahrer aus

Die Gewerkschaft DPVKOM schreibt bei Facebook, dass die Deutsche Post neue Kraftfahrer über ausgelagerte Transport-GmbHs einstellen will.

Das erinnert ans Schreckgespenst "DHL Delivery". Diese Tochterunternehmen wurden ca. 2014 gegründet, um dort DHL-Paketzusteller zu geringeren Löhnen anzustellen. Folge war ein großer Poststreik 2015 und schließlich die Abschaffung der Delivery-GmbHs 2019 (Paketda berichtete).

Auf dem Papier bestanden die Delivery GmbH wohl fort. Im Handelsregister findet sich nämlich die Meldung, dass die ehemalige DHL Delivery GmbH in Bonn umbenannt wurde in Deutsche Post Transport GmbH. Es gibt auch eine offizielle Stellenanzeige, mit der die Deutsche Post Transport GmbH neue LKW-Fahrer sucht.

Andreas Kögler, stellvertretener DPVKOM-Bundesvorsitzender: "Die Einstellung über die neu gegründeten Transport-GmbHs löst das Problem des Personalmangels nicht, sondern spaltet nur die Belegschaft." Die Gewerkschaft verlangt, "dass Neueinstellungen mit einer deutlich höheren Eingruppierung nur über die Muttergesellschaft Deutsche Post AG erfolgen."



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Welche Zukunft haben A- und B-Post in der Schweiz?

Der Chef der Schweizerischen Post AG, Roberto Cirillo, hat in einem Chat bei www.20min.ch Leserfragen beantwortet. Ein Nutzer wollte wissen, ob die A-Post bald abgeschafft wird.

Schweizer können Briefe als schnelle, teure A-Post versenden oder preiswerter, langsamer als B-Post. Roberto Cirillo antwortet einerseits, dass die A-Post nicht abgeschafft wird. Andererseits hält er es für "sehr unwahrscheinlich", dass Kunden in Zukunft weiterhin A- und B-Post verschicken wollen.

Spekulativ ist denkbar, dass bei sinkenden Sendungsmengen ausreichend Kapazitäten frei werden, um alle Briefe als A-Post zu befördern. Die langsame B-Post könnte eingestellt werden. Cirillo sagt dazu nichts, sondern sieht den Bundesrat in der Verantwortung. Er soll ggf. "das Mandat über die Grundversorgung" ändern. Damit sind die Vorgaben zur Liefergeschwindigkeit gemeint. Derzeit muss A-Post zu 97 Prozent am Folgetag zugestellt werden, bei B-Post zwei bis drei Tage später.



Lieferengpässe bei Briefkästen

Die Märkische Oderzeitung berichtete kürzlich über Briefkästen, in die keine 5cm dicken Maxibriefe eingeworfen werden können. Durch den Schlitz passen nur Sendungen bis 4,8cm Dicke.

Die Pressestelle der Deutschen Post sagte der Zeitung, dass Standbriefkästen genormte Einwurfschlitze von 50mm Höhe und 370mm Breite haben. Ein Betriebstechniker werde dies vor Ort prüfen und "ggf. perspektivisch" einen Austausch der Kästen veranlassen. Allerdings gebe es Lieferschwierigkeiten beim Briefkasten-Hersteller.

Laut Augsburger Allgemeine ist die Castro GmbH seit 2015 einziger deutscher Hersteller sogenannter Säulenbriefkästen vom Typ EBZ. Auf castro-online.com werden die Briefkästen jedoch kaum erwähnt.


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