BIEK kritisiert Verbundzustellung / Zoll vernichtet Chinaware / Holz aus Russland verboten


Wettbewerber fürchten stärkere Verbundzustellung bei Deutsche Post DHL

Deutsche Post DHL will die Verbundzustellung bis 2025 stark ausweiten. Zusteller sollen Briefe und Pakete gemeinsam auf einer Tour ausliefern. Wettbewerber von DHL sehen dieses Vorhaben kritisch und befürchten, dass der Postkonzern mit der neuen Methode ungerechtfertigt viel Geld verdient.

Der Branchenverband BIEK wirft der Deutschen Post DHL seit Jahren vor, mit Einnahmen aus dem Briefgeschäft das Paketgeschäft zu subventionieren. Dadurch könne DHL im Paketbereich angeblich Dumpingpreise anbieten, die DPD, Hermes, UPS, usw. das Leben schwer machen würden.

Der BIEK hat jetzt ein neues Gutachten erstellen lassen (Quelle) und warnt, dass die Gefahr einer Quersubventionierung bei der Deutschen Post mit wachsender Verbundzustellung (Verzahnung von Brief- und Paketbereich) zunimmt.

Ursachen seien z. B. die "gemeinsame Nutzung von Fahrzeugen, Kombi-Zustellbasen oder Personal". In Spitzenzeiten könnte die Post auch Mitarbeiter aus dem Briefbereich im Paketbereich einsetzen. Deren Lohn wird dann aus dem Briefbereich finanziert, obwohl die Mitarbeiter im Paketbereich tätig sind. Außerdem sinkt bei Verbundzustellung die Wegstrecke pro Brief bzw. Paket. Wettbewerber, die hingegen nur Pakete ausliefern, haben längere Fahrtstrecken mit weniger Lieferstopps = höhere Kosten.

Eine Quersubventionierung bei der Deutschen Post schränke die "Gewinngenerierungsmöglichkeiten" von Wettbewerbern ein, heißt es im BIEK-Gutachten. Das führe u.a. dazu, dass die Wettbewerber ihren Angestellten keine wettbewerbsfähigen Löhne zahlen könnten. Die sozial-ökologische Ausrichtung des Postsektors sei gefährdet.



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Zoll findet und vernichtet 25 Kopfhörer

In einem Paket aus China haben Beamte des Hauptzollamts Hannover 25 Wireless-Kopfhörer gefunden, die sich als gefälschte Markenware herausstellten. Die Zöllner wurden "aufgrund des Gewichts und der Warenbeschreibung stutzig". Es handelte sich um ein 4kg schweres Paket, dessen Inhalt mit "Headsets" deklariert war.

Der Zoll stellte die Chinawaren dem Originalhersteller zur Verfügung. Dieser bestätigte, dass es sich um Fälschungen handelt. Folgen: Vernichtung unter zollamtlicher Überwachung, und dem Empfänger droht ein zivilrechtliches Verfahren.

Quelle: Pressemitteilung



Zoll prüft Pakete aus Russland genau

Eine Frau aus Rheinland-Pfalz wandte sich an die BILD-Zeitung, weil der deutsche Zoll einem an sie gerichteten Paket aus Russland die Einfuhr verbot.

Es handelte sich um ein privates Geschenkpaket, das eine kleine Schmuckschatulle aus Holz enthielt. Aufgrund von Sanktionen dürfen Holzwaren aus Russland nicht mehr importiert werden.

Folge: Das Paket wurde nach Russland zurückgeschickt, und die Absenderin musste für Hin- und Rücktransport insgesamt 4215 Rubel (ca. 70 Euro) bezahlen.




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