Pilotversuch: DHL-Zusteller liefern Briefe aus

Die Ver.di-Betriebsgruppen Essen / Hagen veröffentlichten im Sommer 2021 eine interessante Meldung zum "Zustellnetz der Zukunft" bei Deutsche Post DHL (Abbildung unten). Aufgrund sinkender Briefmengen soll die Verbundzustellung ausgeweitet werden. Verbundzusteller sind Mitarbeiter, die Briefe und Pakete gemeinsam ausliefern.

Nun will Deutsche Post DHL eine neue Variante unter dem Schlagwort Verbund 3.0 testen. "In einem kleinen abgesteckten Rahmen in der Niederlassung Betrieb Essen" findet ein Pilotversuch statt, bei dem Paketzusteller auch Briefe zustellen. Möglicherweise ist der Test inzwischen wieder beendet, weil die Verdi-Meldung vom Sommer 2021 stammt.

Wahrscheinlich liefern DHL-Zusteller keine Standardbriefe aus, sondern dickere Groß- und Maxibriefe, die nicht in Briefkästen passen.

Quelle: betriebsgruppe-essen-hagen.de


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Deutsche Post DHL will Verbundzustellung offenbar ausweiten

So berichtete Paketda im August 2021

Die Gewerkschaft DPVKOM berichtet in ihrem Magazin (Ausgabe 3/2021), dass die Deutsche Post aufgrund des Rückgangs der Briefmengen die Verbundzustellung ausweiten will.

In Regionen mit Verbundzustellung werden Briefe und Pakete durch den gleichen Zusteller ausgeliefert und nicht - wie hauptsächlich in Städten - durch zwei unterschiedliche Zusteller.

DPVKOM berichtet, dass die Deutsche Post AG "die bisher vorwiegend im ländlichen Raum angewendete Verbundzustellung innerhalb der kommenden zwei Jahre nun auch auf urbane Randbereiche sowie Klein- und Mittelstädte ausweiten will." Durch diese Maßnahme können Kosten gesenkt werden, weil pro Haushalt nur ein Stopp notwendig ist und nicht mehr zwei Zusteller vorbeikommen müssen.

Im DPVKOM-Magazin heißt es, die Verbundzustellung werde aktuell in 32.000 von insgesamt 52.000 Briefzustellbezirken angewendet. 17.000 Zusteller/innen seien mit E-Trikes und E-Bikes unterwegs, von denen ein Großteil "nach dem Willen des Unternehmens jetzt bald Pakete zustellen und damit aufs Auto 'umsatteln'" sollen.

Diese Umstellung mache einigen Zustellern Angst, weil die Paketzustellung körperlich anstrengender als die Briefzustellung ist. DPVKOM fordert außerdem, dass die Deutsche Post für "sozial schwache Kolleginnen und Kollegen" ohne Führerschein die Kosten der Führerscheinausbildung übernimmt. Für solche Fälle gebe es einen Sozialfonds.

Fahrzeug der Deutschen Post


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