Deutsche Post DHL will Verbundzustellung offenbar ausweiten

Fahrzeug der Deutschen Post
Die Gewerkschaft DPVKOM berichtet in ihrem Magazin (Ausgabe 3/2021), dass die Deutsche Post aufgrund des Rückgangs der Briefmengen die Verbundzustellung ausweiten will.

In Regionen mit Verbundzustellung werden Briefe und Pakete durch den gleichen Zusteller ausgeliefert und nicht - wie hauptsächlich in Städten - durch zwei unterschiedliche Zusteller.

DPVKOM berichtet, dass die Deutsche Post AG "die bisher vorwiegend im ländlichen Raum angewendete Verbundzustellung innerhalb der kommenden zwei Jahre nun auch auf urbane Randbereiche sowie Klein- und Mittelstädte ausweiten will." Durch diese Maßnahme können Kosten gesenkt werden, weil pro Haushalt nur ein Stopp notwendig ist und nicht mehr zwei Zusteller vorbeikommen müssen.

Im DPVKOM-Magazin heißt es, die Verbundzustellung werde aktuell in 32.000 von insgesamt 52.000 Briefzustellbezirken angewendet. 17.000 Zusteller/innen seien mit E-Trikes und E-Bikes unterwegs, von denen ein Großteil "nach dem Willen des Unternehmens jetzt bald Pakete zustellen und damit aufs Auto 'umsatteln'" sollen.

Diese Umstellung mache einigen Zustellern Angst, weil die Paketzustellung körperlich anstrengender als die Briefzustellung ist. DPVKOM fordert außerdem, dass die Deutsche Post für "sozial schwache Kolleginnen und Kollegen" ohne Führerschein die Kosten der Führerscheinausbildung übernimmt. Für solche Fälle gebe es einen Sozialfond.


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