Postcon NRW heißt Xendis / Lieferwagen sind knapp / Crypto-Briefmarken ab Herbst in NL


Postcon NRW wird umbenannt in Xendis

Vor einem Monat berichtete Paketda über Gerüchte, dass sich Postcon NRW umbenennen und den Standort Ratingen schließen wird (Quelle: Kununu). Beides bewahrheitet sich nun, denn auf der alten Website postcon.nrw heißt es: "Ab dem 01.06.2022 firmiert Postcon NRW GmbH um zur xendis Versandlogistik GmbH." Website: www.xendis.de

Auf der neuen Website wird der Verwaltungsstandort Ratingen nicht mehr aufgelistet, sondern nur noch der "Geschäftssitz und Sortierung" in Essen. Geschäftsführer Jörg Kosel schreibt: "Unsere Namensänderung bildet den Auftakt für ein umfassendes Re-Branding, mit dem wir unsere strategische Neuausrichtung klar kommunizieren möchten."

Im November 2021 hatte die Postcon NRW GmbH Insolvenz beantragt (Paketda berichtete). Mitte Mai 2022 meldete Postcon den Abschluss des Restrukturierungsverfahrens bzw. Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung (Quelle: postbranche.de).

Die Postcon NRW GmbH bzw. xendis Versandlogistik GmbH ist nicht identisch mit der Postcon Konsolidierungs GmbH, die weiterhin in Ratingen ansässig ist.



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Paketdienste bekommen kaum noch Lieferwagen

Der Branchenverband BdKEP warnt vor explodierenden Preisen bei Lieferwagen, die von Paket- und Kurierdiensten benötigt werden. Fahrzeughersteller würden die aufgrund des Ukraine-Kriegs knappen Bauteile "lieber für die Herstellung margenstärkerer Fahrzeuge als für Nutzfahrzeuge" verwenden. Die Zulassungszahlen für Nutzfahrzeuge bis 3,5 t zGG sind aktuell mehr als 20% niedriger als 2019.

Bei den meisten Herstellern seien Lieferwagen für 2022 schon ausverkauft. Der BdKEP analysiert: "Traditionell hatte die [KEP-] Branche Zugang zu hohen Rabatten bis zu 50%. Quasi über Nacht ist die Branche nun für Autohersteller unattraktiv geworden. Die noch verfügbaren Nutzfahrzeuge werden nun an zahlungskräftigere Abnehmer ohne Rabatte verkauft."

Ein großflächiger Umstieg auf Elektrofahrzeuge sei für Paket- und Kurierdienste nicht möglich, weil zu wenige E-Fahrzeuge verfügbar seien. Paketdienste müssen die steigenden Kosten durch Effizienz- oder Erlössteigerungen auffangen. Also z.B. Kostenweitergabe an Kunden und/oder Produktivitätssteigerungen wie "Bündelung von Sendungsmengen über mehrere Dienstleister und Zustellung von Zeitungen bis in den Vormittag hinein".

Quelle: bdkep.de



Österreichische Post bringt Crypto-Briefmarken nach NL

Die von der Österreichischen Post verkauften Crypto-Briefmarken waren bislang immer schnell ausverkauft. Sammler zahlen für die Marken teilweise Preise von mehreren Hundert Euro.

Von diesem Erfolg möchte jetzt auch die niederländische Post profitieren. Sie erwarb eine Lizenz für Crypto-Briefmarken basierend auf der österreichischen Technologie. Der Verkauf soll im Herbst 2022 beginnen und der Preis bei 9,05 Euro pro Marke liegen.

Es handelt sich um eine Gemeinschaftsmarke, die zeitgleich in Österreich und in den Niederlanden verkauft wird. Das Markenmotiv wird ein Tier sein, und der digitale Zwilling der Marke kann eine von fünf Farben besitzen: schwarz, grün, blau, gelb oder rot. Je seltener die Farbe, desto höher der Wiederverkaufspreis. Die schwarze Ausgabe kommt am häufigsten vor und die rote am seltensten.

Als Käufer weiß man im Voraus nicht, welche Farbe das Tier haben wird. Die Crypto-Stamp ist also ein bisschen vergleichbar mit Fußball-Sammelbildtüten und hat auch Aspekte von Glücksspiel.

Quelle: www.postbranche.de


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