Versandkosten-Explosion bei Otto / Klau-Zusteller / Dank UPS den Tag fortsetzen / GLS-Werbekampagne


Wegen Hermes-Verkauf: Otto zahlt 636 Millionen Euro mehr Versandkosten

Die Otto Group hat ihren Geschäftsbericht für 2021/22 veröffentlicht. Bemerkenswert ist ein Anstieg der Versandkosten um 636 Millionen Euro (vgl. Abbildung oben). Das hängt mit dem teilweisen Verkauf von Hermes zusammen.

Zum 30. November 2020 verkaufte Otto 25% der Anteile von Hermes Germany und 75% der Anteile von Hermes UK an einen Finanzinvestor (Paketda berichtete). Vor diesem Stichtag wurden die "konzerninternen Versandkosten im Rahmen der Aufwands- und Ertragseliminierung im Konzernabschluss der Otto Group eliminiert", heißt es im Geschäftsbericht auf Seite 62. Diese Eliminierung ist ab sofort nicht mehr möglich, so dass die Versandkosten stärker bei Otto durchschlagen. Obwohl Otto noch 75% an Hermes Germany besitzt, wurde mit dem Finanzinvestor vereinbart, dass Otto keine Beherrschungsmöglichkeit über Hermes mehr hat.

Quelle: www.ottogroup.com



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Zusteller in Göppingen festgenommen

Seit etwa zwei Monaten verdächtigte ein Paketdienst im Raum Göppingen einen Mitarbeiter des Diebstahls. Er soll beim Laden seines Fahrzeugs Pakete unterschlagen haben, die nicht für seine Tour bestimmt waren. Um den Verdacht zu überprüfen, präparierte der Paketdienst ein Paket. Der 56 Jahre alte Mann nahm das Paket und brachte es in seine Wohnung. Bei einer Durchsuchung fand die Polizei das Paket und weitere Waren, die aus gestohlenen Paketen zu stammen scheinen. Den Mann, der sich einen neuen Arbeitgeber suchen muss, erwartet nun ein Strafverfahren.

Quelle: Polizei Pressemeldung



Merkwürdige Sprache von UPS

In einem Video kündigt UPS eine neue gestaltete Website an. Sie wurde "leichter gemacht, damit du deinen Tag fortsetzen kannst". Wer formuliert sowas? Davon abgesehen ist die neue Website nichts Besonderes. Die Kernfunktionen wie Onlinefrankierung, Sendungsverfolgung und Kundenbereich sind wie früher.

Weitere merkwürdige Formulierungen auf der UPS-Website sind:

  • "Willkommen bei einem besseren, mutigeren Online-Erlebnis"
  • "Ja, Sie können es zurücksenden. Wir werden es nicht verraten."
  • "Verschließen Sie den Karton mindestens fünf Zentimeter breit mit Plastik- oder Nylonband. Verwenden Sie kein Klebeband."

Wahrscheinlich sind es misslungene Übersetzungen aus dem Englischen, wie man sie schon aus der UPS-Sendungsverfolgung kennt.



Werbekampagne von GLS

GLS startete am 30. Mai eine neue Werbekampagne. Wortlaut der Pressemitteilung: "Die Kampagne dreht sich um die wichtigsten Momente der Interaktion mit den Kunden: die Abholung oder Zustellung eines Pakets. Sie veranschaulicht, dass jede Sendung so viel mehr enthält als nur ihren Inhalt: die Hoffnungen, Träume und Ambitionen in jedem GLS-Paket."

Die Kampagne läuft in Nordamerika und Europa in Form von Außenwerbung, Printwerbung, Onlinewerbung und Social Media. Bestandteil sind auch drei Kurzvideos, die mehr oder weniger cringe anmuten. Video 1 | Video 2 | Video 3


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