Private Paketshops in NL und BE / Neues Pickup-Logo in FR / Frank Appel über Drohnen


Private Paketshops in den Niederlanden und Belgien

Dem Anbieter ViaTim (www.viatim.nl) ist es gelungen, in den Niederlanden 600 und in Belgien 120 Privatpersonen zu überzeugen, einen privaten Paketshop bei sich zu Hause einzurichten.

Pro Paket wird eine Vergütung von 25 Cent ausgezahlt. ViaTim sagt, dass ein Paketshop-Betreiber in einer ruhigen Gegend monatlich ca. 35 Euro Einnahmen erzielen kann und in einer belebten Gegend bis zu 75 Euro pro Monat (entspricht 300 Paketen). ViaTim ist u.a. für Senioren interessant, die sich etwas dazuverdienen und in Kontakt mit ihrer Nachbarschaft bleiben wollen.

In den Niederlanden wickelt ViaTim ca. 250.000 Pakete pro Monat ab. Vor wenigen Tagen gab DPD in Belgien eine Kooperation mit dem Anbieter bekannt. Die ist notwendig, weil Shopbetreiber nur zwischen 16 und 18 Uhr zu Hause sein müssen, um Pakete anzunehmen. Kunden holen ihre Pakete zwischen 16 und 21 Uhr ab.

Ein ähnlicher Anbieter in Deutschland ist Dropfriends.com. Dort gibt es aber kein enges Lieferzeitfenster, sondern Paketshop-Betreiber müssen den ganzen Tag zu Hause sein.



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Neues Design für DPD-Pickup-Paketshops in Frankreich

Bislang nutzte DPD länderübergreifend ein einheitliches Design für seine Paketshops. Egal ob in Frankreich, Deutschland oder Polen: Die DPD-Paketshops heißen Pickup und haben ein rotes "P" im Logo.

Letzteres ändert sich nun in Frankreich. Dort bleibt die Marke Pickup zwar erhalten, aber die Hauptfarben sind plötzlich Gelb und Blau.


Das neue Erscheinungsbild erinnert an die spanische Post Correos, die die gleichen Farben nutzt. Aufgrund der Verwechslungsgefahr mit anderen Postgesellschaften ist es unwahrscheinlich, dass DPD das blaue Pickup-Logo europaweit einsetzen wird.

In einer Meldung auf pickup.fr wird das neue Logo so begründet: "Die Hauptfarben Blau und Gelb ermöglichen es uns, Pickup stärker in das Netzwerk der Kontaktstellen der La Poste-Gruppe einzubeziehen, um ein reibungsloseres und konsistenteres Gesamterlebnis zu erzielen."



Drohnen: Frank Appel hat seine Meinung geändert

Nach dem Motto "Hinterher ist man immer klüger" hat sich Frank Appel im Podcast Handelsblatt Disrupt noch einmal zum Thema Drohnen geäußert: "Ich weiß noch, wie das gehyped wurde. Also, ich habe immer gesagt: Piano, Piano, lasst uns erstmal gucken."

2018 war von dieser Zurückhaltung bei Deutsche Post DHL nicht viel zu spüren. Im Interview mit der FAZ sagte Frank Appel damals zwar, dass Drohnen "in der Paketzustellung noch ein Nischendasein fristen". Aber das müsse nicht so bleiben.

Appel malte sich dieses Szenario aus: "Über unseren Köpfen haben wir ja unglaublich viel Platz. Wenn Sie für jeden Paketkopter einen Korridor von drei Meter Höhe reservieren, können Sie theoretisch auf 100 Meter Höhe 33 Drohnen fliegen lassen. Das schafft auch Platz auf der Straße."

Von 2014 bis 2016 führte DHL mehrere Testflüge mit einer Drohne namens Paketkopter in Deutschland durch. 2021 wurde die Einstellung des Projekts offiziell bestätigt.


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