US-Firma kauft Packlink / Packlink warnt vor DPD-Haftungsfalle / Statistik der Bundesnetzagentur


Packlink an US-Firma verkauft

Das ursprünglich in Spanien gegründete Versandportal Packlink wurde an die amerikanische Firma Auctane verkauft. Auctane hieß bis vor wenigen Tagen noch Stamps.com. 1998 startete Stamps.com in Kooperation mit USPS den Onlineverkauf von Briefmarken. Durch Zukäufe wurde das Geschäftsmodell ständig ausgeweitet, insbesondere im Bereich des Paketversands für gewerbliche Verkäufer.

Quellen: www.postbranche.de | auctane.com



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Packlink warnt vor DPD-Haftungsfalle

Im Juli änderte DPD die AGB zum Nachteil von Kunden, weil seitdem nur noch der Einkaufspreis verlorener Waren ersetzt wird und nicht mehr der Verkaufspreis (Paketda berichete).

Packlink reagiert auf die neue Situation mit einem Hinweis in den AGB. Darin heißt es, dass DPD-Kunden im Schadenfall seit dem 1.12.2021 eine Einkaufsrechnung der Ware bereitstellen müssen. Falls Kunden nur eine Verkaufsrechnung vorlegen, "erstattet DPD hier lediglich den Betrag minus Abzug einer Marge von 25% auf den Verkaufspreis", schreibt Packlink.

Quelle: packlink.com



Statistik der Bundesnetzagentur

Die Bundesnetzagentur hat die Beschwerden bis Mitte Dezember 2021 ausgewertet: Erstmals gibt es einen Rückgang!

Seit 2014 stiegen die Verbraucherbeschwerden über Post- und Paketdienste stetig an. In 2021 sank die Beschwerdezahl auf 14.370, das sind ca. 4.500 weniger als in 2020.

Die meisten Beschwerden (61%) beziehen sich auf Deutsche Post DHL, doch diese Zahl ist ebenfalls rückläufig. Im Jahr 2019 entfielen noch 80,5% aller Beschwerden auf den Marktführer. Das bedeutet im Umkehrschluss: Wettbewerber wie Hermes, DPD, GLS und UPS sorgen für zunehmend mehr Kundenbeschwerden.

Seit der Reform des Postgesetzes dürfen Paketdienste Schlichtungsverfahren nicht mehr ablehnen. Das führte jetzt beinahe zur Verdoppelung der Verfahren. Bis zum 15. Dezember 2021 verzeichnete die Schlichtungsstelle der Bundesnetzagentur 3.579 Schlichtungsanträge. 2020 waren es 1.861 Anträge.

Ob die Schlichtungsverfahren zu Gunsten der Kunden ausgegangen sind, wird man erst im Frühjahr 2022 erfahren. Dann legt die Bundesnetzgentur erfahrungsgemäß ihren ausführlichen Tätigkeitsbericht vor.

Quelle: bundesnetzagentur.de


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