Verdi: Mehr Lagerkästen für Zusteller / Viper-Schlangen in DHL-Paketen / Amazon stellt Locker in Kiosk

Lagerkasten für Post am Straßenrand

Verdi: Kommunen genehmigen zu wenige Lagerkästen für Post

In der neuesten Ausgabe des Verdi-Mitgliedermagazins (hier ansehen) geht es um die steigende Arbeitsbelastung von Brief- und Paketzustellern. Ursache ist die vermehrte Übergabe kleinformatige Pakete in das Briefnetz. Dadurch haben sowohl die Brief- als auch Paketzusteller schwerer zu schleppen. Verdi-Experte Thorsten Kühn erklärt:

"Wenn man der Paketzustellung die kleineren, leichteren Pakete entzieht, führt das zwangsläufig zu einem Anstieg der ohnehin schon hohen Belastungen der [Paket-] Zusteller*innen mit schweren Sendungen. Mit den bekannten Folgen für die Gesundheit. Deshalb ist es dringend notwendig, dass alle Pakete spätestens bei der Bearbeitung im Paketzentrum gewogen und Pakete mit einem Gewicht von mehr als 10kg gekennzeichnet werden."

Kühn bemängelt außerdem eine "nicht sehr ausgeprägte" Bereitschaft bei Kommunen, Ablagekästen zum Zwischenlagern von Post zu genehmigen. Wegen des steigenden Platzbedarfs warentragender Sendungen können einige Zusteller, die zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs sind, nicht alle Sendungen auf einmal transportieren. Sie müssen z.B. auf der Hälfte der Strecke nachladen. Das geht mit Ablagekästen am Straßenrand einfacher, als extra zum Zustellstützpunkt zurückzukehren.



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Gefährlich wie eine ungesicherte Schusswaffe: Giftschlangen in DHL-Paketen verschickt

Die Auffangstation für Reptilien in München wird seit einigen Monaten von einem Unbekannten in Atem gehalten. Er verschickt nämlich Giftschlangen in DHL-Paketen quer durch Europa. Um die polizeilichen Ermittlungen nicht zu gefährden, wurde der Fall erst jetzt publik.

Das erste Giftschlangen-Paket tauchte im Spätsommer auf. In einem nur notdürftig gesicherten Paket befand sich eine Greifschwanz-Lanzenotter. Einige Tage später tauchte im Paketzentrum eine Sendung mit zwei Bambusottern auf. Sie wurden auf einem Röntgenbild erkannt.

Das dritte Paket enthielt zwei Gabunvipern. Die Mitarbeiter der Reptilien-Auffangstation waren fassungslos, denn "das ungesicherte Versenden von solchen Gifttieren kommt dem Verpacken und Verschicken einer ungesicherten Schusswaffe gleich". Gabunvipern gelten als angriffslustig. Selbst bei sofortiger Behandlung eines Bisses besteht die Gefahr, dass betroffene Körperteile amputiert werden müssen.

Der Absender der Pakete konnte eventuell identifiziert werden. "Inzwischen sind die Ermittlungen zu diesem Fall jedoch soweit fortgeschritten, dass wir guten Gewissens darüber informieren können", schreibt die Auffangstation auf ihrer Website.



Amazon stellt Locker in Kiosk

Das TV-Magazin "Ausgerechnet" des WDR beleuchtet verschiedene Aspekte rund um den Paketversand und -empfang. Ein Abteilungsleiter der DHL-Zustellbasis Köln erklärt, dass mehr als die Hälfte des Paketportos für die letzte Meile draufgeht; also den kostenintensiven Weg von der Zustellbasis bis zum Empfänger.

Außerdem wird eine Kioskinhaberin gezeigt, die Paketshops für GLS und DHL betreibt. Von DHL bekommt sie für große Pakete ungefähr 50 Cent und für kleinere Pakete ca. 30 Cent.

In dem kleinen Kiosk befindet sich sogar ein Amazon-Locker. Für Ladengeschäfte gibt es eigentlich die Variante "Amazon Hub". Dabei werden Pakete an Kunden persönlich ausgehändigt wie in einem klassischen Paketshop. In einem relativ kleinen Ladengeschäft einen Amazon Locker zu platzieren, ist ungewöhnlich.

Reportage. WDR Mediathek

Screenshot aus dem Film:


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