SB-Postfiliale in der Schweiz / Luftfracht weiterhin knapp / Dachser erwartet verschärftes Herbstgeschäft


Selbstbedienungsfiliale in Lausanne

Die Schweizerische Post testet zurzeit eine Selbstbedienungsfiliale, die in der Nähe des Bahnhofs Lausanne rund um die Uhr zugänglich ist. Das Angebot umfasst zwei Geldautomaten (Einzahlung und Auszahlung), eine MyPost24-Station zum Paketempfang und -versand, einen Briefkasten und einen Fotokopierer.

Das Angebot ähnelt den neuartigen Packstationen, die DHL zurzeit in NRW erprobt. Die verfügen über einen Briefkasten, einen Briefmarkendrucker und eine Videochatfunktion mit der DHL-Kundenbetreuung.

Die schweizerischen MyPost24-Stationen ermöglichen auch den Briefversand, allerdings nur für Einschreiben. Der Paketversand ist nur innerhalb der Schweiz möglich. Nach der Pilotphase im März 2022 entscheidet die Post, ob sie weitere Selbstbedienungsfilialen eröffnet.

Quelle: post-medien.ch



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Chef von DHL-Express: Luftfrachtkapazitäten weiterhin knapp

Die Berliner Zeitung hat ein Interview mit dem Deutschlandchef von DHL Express geführt, Markus Reckling. Er sagt, dass aktuell nur ca. 50 Prozent der Passagiermaschinen fliegen wie vor Corona. Deshalb fehlen auf dem globalen Luftfrachtmarkt 25 Prozent Kapazität.

DHL Express ist davon weniger stark betroffen, weil ein Großteil der Fracht mit eigenen Maschinen oder von internationalen Partnerairlines geflogen wird. Ausgefallene Passagierflüge habe DHL Express mit eigenen Flugzeugen oder Chartermaschinen ersetzt.

Beim Thema Elektromobilität hat es DHL Express schwerer als DHL Paket, weil die Zustelltouren länger sind. Reckling spricht von durchschnittlich 200 km pro Tag. Elektrolieferwagen würden mit einer Akkuladung 180 km schaffen und bei schlechtem Wetter nur 130. Auf längeren Strecken könnten Wasserstoffautos eine Alternative sein, sofern der Wasserstoff "grün" produziert werde.



Dachser bereitet Kunden auf heißes Herbstgeschäft vor

Paketda liegt ein Rundschreiben der Spedition Dachser an deren Versenderkunden vor. Zur Wahrung der "Netzwerkstabilität und -qualität" sollen Kunden prüfen, ob sie auf Lieferungen zum Fixtermin verzichten können (Versandart targofix).

Fixtermin bedeutet, dass Ware an einem vom Versender festgelegten Tag beim Empfänger zugestellt wird. Problem hierbei: Trifft Ware z.B. am Mittwoch im Depot der Zielregion ein, aber der Fixtermin ist erst am Freitag, muss Dachser die Ware zwei Tage zwischenlagern.

Die Spedition bittet deshalb um Nutzung der alternativen Versandarten targospeed (24h Express) und targoflex (variable Lieferzeit). Targofix wird jedoch nicht abgeschafft. Kunden können weiterhin Fixtermin-Lieferungen buchen - aber idealerweise nur, wenn dies wirklich nötig ist.

Rundschreiben der Spedition Dachser


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