Paketmengen bei DHL auf hohem Niveau / Russische Post will Deutschland schneller beliefern


Paketmengen bei DHL auf hohem Niveau

Seit einigen Tagen erscheint in der DHL-Sendungsverfolgung wieder eine Meldung, die auf hohe Paketmengen und damit verbundene Verzögerungen hinweist. Update: Ab 2.6. war der Hinweis wieder verschwunden.

Trotz Corona-Lockerungen und Ladenöffnungen wird offenbar viel im Internet eingekauft. Ein von der WAZ interviewter DHL-Zusteller in Duisburg sagte, dass es zurzeit schlimmer als an Weihnachten sei. Nach Angaben von DHL lagen die Mengen in Duisburg im Mai 40 Prozent höher als in der Vor-Corona-Zeit.

Der Zusteller berichtet, dass ihm mal ein Kunde hintergefahren sei, um ein Nachnahmepaket zu erhalten. Das musste der Zusteller aber in der Filiale hinterlegen, weil er laut Coronaregeln "weder Personalausweis noch Geld anfassen" darf.

Es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation jetzt im Sommer entwickelt. Normalerweise nehmen viele Mitarbeiter Urlaub und bauen Überstunden ab. Dadurch könnten weitere Verzögerungen entstehen.

Quelle: www.waz.de (Bezahlartikel)



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Russische Post will Deutschland schneller beliefern

Der Chef der russischen Post, Maxim Akimov, hat in einem Interview mit www.rbc.ru zahlreiche strategische Änderungen bekanntgegeben. Die russische Post soll bis 2030 zu einer Holding umgebaut werden und sich für privates Kapital öffnen. Ein kleiner Anteil des Unternehmens soll an Investoren verkauft werden oder an die Börse gebracht werden.

Maxim Akimov berichtet von 20-30% Wachstum beim internationalen Handel. Allerdings nur beim Export aus Russland in andere Länder. Nicht bei Importsendungen.

Heutzutage sei kein Kunde mehr bereit, 38 Tage auf eine Bestellung zu warten. Deshalb will die russische Post die Luftfrachtkapazitäten erweitern. Teilweise durch Direktcharter von Flugzeugen und teilweise durch den Einkauf von Kapazitäten bei anderen Fluggesellschaften.

Konkret geplant sind neue Versandarten nach Deutschland und in die USA, die dem Empfänger einen festen Liefertermin versprechen. Die russische Post will hierbei nicht mit dem Expressversand im Premiumsegment konkurrieren (z.B. von UPS), sondern eine preiswertere und trotzdem zuverlässige Versandart anbieten. Laut Akimov geht es zu Lasten russischer Verkäufer, wenn Pakete bei Kunden verspätet ankommen. Auch dann, wenn die Postgesellschaft im Zielland die Verspätung verursacht hat.

Geplant ist außerdem, nicht mehr alle Postfilialen selbst zu betreiben sondern das Paketshop-Modell auszuprobieren. Ab 1. September 2021 soll der Versand von Wein getestet werden. Bislang darf in Russland kein Alkohol online verkauft werden. Über einen Zeitraum von 5 Jahren will die russische Post 127 Milliarden Rubel in die neuen Strategien investieren, das entspricht etwa 1,42 Milliarden Euro.


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