DHL leitet lieber an Packstation statt Filiale um / Weiterhin Fahrermangel trotz Corona / DHL-Erpresser hat sich gestellt


Inhaberin von DHL-Paketshop bekommt kaum noch Sendungen

Der Südkurier berichtet über einen Postkunden in Allmannsdorf bei Konstanz, der seine Pakete nicht mehr in der Postfiliale in der Nähe abholen kann. Stattdessen werden die Pakete in einer weiter entfernten Packstation hinterlegt.

Die Inhaberin des örtlichen DHL-Paketshops sagte dem Südkurier, dass seit ungefähr zwei Monaten kaum noch ein Päckchen hereinkomme. In ihrem Geschäft habe sie extra den Lagerplatz für Postpakete erweitert, doch die meisten Sendungen landeten neuerdings in der Packstation.

Dieser Bericht deckt sich mit den Schilderungen eines DHL-Zustellers, der im Dezember 2020 im Paketda-Interview sagte, dass Pakete priorisiert in Packstationen hinterlegt werden sollen, weil sie dort komfortabel rund um die Uhr abgeholt werden können. Ein weiterer Effekt ist, dass DHL Provisionen für die Filialbetreiber einspart.



Anzeige


Hermes: Trotz gestiegener Arbeitslosigkeit weiterhin Fahrermangel

Laut Informationen der Bundesagentur für Arbeit ist die Arbeitslosigkeit in Deutschland aufgrund der Corona-Krise um 1,1 Prozent (ca. 500.000 Menschen) angestiegen.

Für Hermes hatte die steigende Arbeitslosigkeit bislang keinen entlastenden Effekt, wie es im Geschäftsbericht der Otto Group heißt (PDF). Darin steht auf Seite 64: "Der Fahrermangel führt daher weiterhin auf lange Sicht zu einer erschwerten Gewinnung von Arbeitskräften, steigenden Löhnen und damit höheren Stückkosten auf der letzten Meile." Mittelfristig stelle der Fahrermangel für Otto bzw. Hermes "in der Distributionslogistik ein Risiko dar, vor allem in urbanen Regionen".



DHL-Erpresser hat Geständnis abgelegt

Heute Nachmittag (27.05.2021) hat die Polizei neue Erkenntnisse zum DHL-Erpresser bekanntgeben, nach dem jahrelang gefahndet wurde. Der Mann wollte von DHL eine Millionensumme in Bitcoins erpressen und brachte deshalb Briefbomben in Umlauf.

Laut Polizeimeldung wurde ein Haftbefehl erlassen. Ihm wird versuchte räuberische Erpressung in 10 Fällen vorgeworfen. Der Tatverdächtige hat sich selber gestellt, weil der Druck durch die Öffentlichkeitsfahndung sehr hoch gewesen sei.

Der DHL-Erpresser bleibt trotz Haftbefehls vorerst gegen strenge Auflagen auf freiem Fuß. Bei einer Wohnungsdurchsuchung wurde Beweismaterial sichergestellt. Quelle: polizei.brandenburg.de. Folgende vier Briefbomben schickte der Erpresser ab:

  • 06.11.2017: an das Postzentrum Frankfurt/ Oder
  • 01.12.2017:an eine Apotheke in Potsdam
  • 12.01.2018: an die Commerzbank in Berlin Steglitz
  • 29.03.2018: an die Handwerkskammer in Berlin Kreuzberg


  Zuletzt aktualisiert am   |   Autor:
Anzeige

✉ Verpassen Sie nichts mit dem Paketda-Newsletter: Kostenlos abonnieren per E-Mail oder bei Telegram



Mehr Paketdienst-News