Neues von Parcellock / Boom bei DHL-Berufsbekleidung / Matrixcode auf britischen Briefmarken

Foto der Hamburgbox von Parcellock

Parcellock: Ergebnisse des Versandtests / Expansion in weitere Stadt geplant

In der vergangenen Woche lobte Paketda 10 Euro für jedes DPD- und GLS-Paket aus, das erfolgreich an eine Abholstation von Parcellock zugestellt wird. Die Bilanz sieht aktuell so aus:

  • 3 DPD-Pakete problemlos zugestellt
  • 1 DPD-Paket falsch zugestellt (an ein Museum) und anschließend retourniert
  • 2 GLS-Pakete problemlos zugestellt (46327137104 und 56241135385)
  • 1 GLS-Paket zurück, weil unzustellbar (46327137148)
  • 1 GLS-Paket noch unterwegs (87503732521)

Die Quote erfolgreicher Zustellungen ist höher als üblich. Vielleicht hängt das mit der öffentlichen Ankündigung des Versandtests zusammen. Bei Testpaketen im Januar und Februar klappte die Zustellung mit DPD und GLS fast nie.

Negativ fällt auf, dass GLS und DPD beim Umgang mit Reklamationen störrischer werden. Bezüglich des retournierten GLS-Pakets behauptete der Kundenservice zuerst, die Parcellock-ID des Empfängers sei nicht freigeschaltet. Kann aber nicht zutreffen, weil andere GLS-Pakete mit gleicher ID ja zugestellt wurden.

  • Ausrede des GLS-Kundenservice: der Absender habe in der Lieferanschrift die falsche ID angegeben.
  • Vermerk des Zustellers auf dem Paket: "Der Name ist unbekannt. Niemand kannte den Namen."

Bei DPD besteht für gewerbliche Absender die Gefahr von Zusatzkosten, wenn ein Paket wegen Unzustellbarkeit retourniert wird. Die Gebühren werden auch dann fällig, wenn die Parcellock-Lieferanschrift korrekt angegeben war und DPD die Rücksendung selbst zu verschulden hat. Antwort von DPD, ob die Rücksendegebühren erlassen werden: "Nach Einsicht und Prüfung der zuständigen Kollegen sehen wir von einer Gutschrift ab."

Ungeachtet der Zustellprobleme beabsichtigt Parcellock, Abholstationen in einer weiteren norddeutschen Stadt aufzustellen. Das soll in wenigen Monaten stattfinden, erzählte Parcellock-Geschäftsführer Gunnar Anger im Podcast "Moin, Moin Logistik" (bei Minute 19:20). Es ist noch nicht öffentlich bekannt, um welche Stadt es sich handelt. Die Parcellock-Stationen werden in einer Einkaufszone und am Bahnhof aufgestellt. Die Stadt finanziert die Stationen.

Anger verriet im Podcast (bei Minute 14:10) außerdem, dass in der Vergangenheit schon das "ein oder andere vertrauliche Gespräch" mit DHL geführt wurde, um auszuloten, ob DHL-Pakete an Parcellock geliefert werden könnten. Bislang ohne Einigung.

In Deutschland gibt es aktuell mehr als 500 Parcellock-Stationen von Renz für Mehrfamilienhäuser und mehr als 1.000 Parcellock-Paketkästen, die hauptsächlich für Einfamilienhäuser ausgelegt sind.



Hersteller von Berufskleidung freut sich über viele Neueinstellungen bei DHL

Das Unternehmen "sport promotion service" aus Waldbröl in Nordrhein-Westfalen stellt die Berufskleidung für Deutsche Post DHL her. Seniorchef Jürgen Pankonin sagte in einem Bericht von rundschau-online.de: "Gerade boomt der Rahmenvertrag mit DHL, weil das Unternehmen rund 15.000 neue Kräfte eingestellt hat."

Der Postkonzern mache für die Bekleidung genaue Farbvorgaben, deren Einhaltung "mit großem technischen Aufwand" überprüft werde. Laut Unternehmenswebsite sport-promotion-service.de werden auch Mund-Nasen-Bedeckungen für Deutsche Post DHL hergestellt. Und im November 2020 wurde auf der Homepage ein knallroter Weihnachtspullover im DPD-Design abgebildet (Quelle).



Royal Mail druckt Matrixcodes auf Briefmarken

Die britische Royal Mail verkauft ab sofort Briefmarken mit seitlich aufgedrucktem Matrixcode. Der Code sieht aus wie bei der Deutschen Post, allerdings wird er nicht in Schwarz gedruckt sondern in der Farbe der Briefmarke. Kunden von Royal Mail haben durch den Matrixcode bislang keinen zusätzlichen Nutzen. Es gibt keine Sendungsverfolgung o.ä.

Wahrscheinlich dienen die Matrixcodes hauptsächlich dazu, die Doppelverwendung von Briefmarken zu verhindern bzw. besser zu erkennen. Schon seit Jahren beklagt Royal Mail Einnahmeverluste in Millionenhöhe, weil gebrauchte Marken bei eBay weiterverkauft werden.

In 2019 flog ein Ehepaar aus der Region Birmingham auf, weil die beiden 700.000 gebrauchte Briefmarken bei Amazon und eBay weiterverkauft hatten und Royal Mail damit um £400.000 prellten. Der Mann wurde zu 4 Jahren Haft verurteilt und seine Ehefrau zu 2 Jahren auf Bewährung.

In einem Sortierzentrum von Royal Mail fielen die Briefmarken auf, weil sie keinen fluoreszierenden Effekt mehr hatten. Der ging wohl beim Abwaschen der Stempelfarbe verloren. Quelle: www.dailymail.co.uk

So sehen die neuen Briefmarken mit Matrixcode aus:
Briefmarken mit Matrixcodes von Royal Mail


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