Warum Chinashops so beliebt sind / Legal-Tech für Paketnachforschung / Mengenprognosen bei Russischer Post


Studie beweist: Wish liefert schlechte Qualität

Eine Studie des Instituts für Handelsforschung Köln (IFH) hat untersucht, warum Kunden so gern bei Wish, Aliexpress und Joom einkaufen. Ein häufiger Grund ist, dass der Einkauf als Schatzsuche erlebt wird. Die günstigen Preise in Chinashops verleiten Kunden dazu, Risiken einzugehen wie z.B. eine lange Lieferzeit oder mögliche Probleme beim Zoll.

Laut IFH ist auffällig, "dass Wish-Käufer*innen nicht nur mit Abstand am häufigsten Probleme bei ihren Bestellungen haben, sondern auch deutlich öfter die Qualität der Produkte bemängeln als Käufer*innen anderer neuer Marktplätze" (Quelle).

Das Institut hat insgesamt 1.200 Kunden befragt. Joom erreicht eine hohe Zufriedenheit und eine hohe Wiederkaufrate (Quelle). Bei Wish sieht es laut Studie schlechter aus; trotzdem sind China-Shops bei Deutschen sehr beliebt. Kunden erleben "ein Gefühl der Spannung und des Abenteuers", wenn sie Schnäppchen entdecken.

Die ausführlichen Studienergebnisse verkauft IFH für 490 Euro unter www.ifhkoeln.de.



Anzeige


Neuer Inkassodienst klopft bei Paketdiensten an

Wenn es um Schadenersatz für verlorene oder beschädigte Pakete geht, machen Paketdienste oft Scherereien und treiben Kunden zur Verzweiflung. Unter paket-nachforschung.de gibt es jetzt einen Anbieter, der verspricht, Kundenrechte bei verlorenen Paketen durchzusetzen.

Solche Services kennt man seit einigen Jahren aus der Zug- und Flugbranche. Anstatt selber Fahrgastrechte geltend zu machen, kann man als Kunde einen Onlineservice mit der Durchsetzung beauftragen. Der Onlineservice erhält dafür eine Provision.

Im Fall von paket-nachforschung.de beträgt die Provision durchaus happige 39 Prozent (Stand 11/2020). Wer beispielsweise ein Paket im Wert von 80 Euro verloren hat und den Schaden über paket-nachforschung.de geltend macht, muss im Erfolgsfall 31,20 Euro abgeben.

Andererseits ist zu bedenken, dass zurzeit viele Paketdienst-Kunden komplett auf Schadenersatz verzichten, weil ihnen die Formalitäten zu aufwändig sind oder sie per wochenlanger Hinhaltetaktik zermürbt werden. In solchen Fällen kann paket-nachforschung.de eine gute Alternative sein. Kunden zahlen die Provision nur im Erfolgsfall.

Es bleibt abzuwarten, wie Paketdienste auf den neuen Inkassodienst reagieren. DPD hat in seinen AGB eine Klausel, wonach Kunden Forderungen gegenüber DPD nicht an Dritte abtreten dürfen. Der BGH urteilte im April 2020 aber zugunsten eines Legal-Tech-Unternehmens und erklärte ein Abtretungsverbot für unwirksam (vgl. beckmannundnorda.de).



Wie die Russische Post Mengen prognostiziert

In einem Blog auf habr.com berichtet die Russische Post über Interna. Interessant ist zum Beispiel das Postlogistik-Modellierungssystem (MPRL), mit dem Sendungsmengen und benötigte Transportkapazitäten vorausberechnet werden.

Um weder überschüssige noch zu knappe Kapazitäten bereitzustellen, berücksichtigt das MPRL-System historische Sendungsmengen, saisonale Prognosen und ca. 60 weitere Faktoren. Auch das tagesaktuelle Sendungsaufkommen, das in den Sortierzentren festgestellt wird, fließt in die Transportplanung ein. Die Berechnung erledigt ein Computercluster bestehend aus 400 Prozessorkernen.

Um das größte Land der Welt zu beliefern, muss die Russische Post zwangsläufig viele Transportverbindungen zwischen vielen Sortierzentren unterhalten. Beispielsweise finden jeden Tag 1.000 Flüge statt. Die Routen von Fahrzeugen werden per GPS (bzw. der russischen Alternative Glonass) überwacht, um Verzögerungen zu erkennen.

Quelle: habr.com | Übersetzung mit Google


  Zuletzt aktualisiert am   |   Autor:
Anzeige

✉ Verpassen Sie nichts mit dem Paketda-Newsletter: Kostenlos abonnieren per E-Mail oder bei Telegram