PIN-Auslandsbriefe mit Waren unzulässig / Post stempelt blau / Multi-Paketshop-Projekt ohne Hermes


PIN ermöglicht Warenversand per Brief ins Ausland (doch nicht mehr)

Aktualisierung vom Januar 2021: Inzwischen verbietet PIN Mail aus Berlin den Versand von Waren in Auslandsbriefen. Es sind nur noch Dokumente erlaubt. Auf diese Neuerung wies uns eine Leserin hin - vielen Dank!

Veralteter Bericht vom Oktober 2020: PIN Mail bestätigte gegenüber Paketda, dass der Warenversand in internationalen Briefsendungen erlaubt sei. Bei der Deutschen Post ist das seit Anfang 2019 verboten (Paketda berichtete), deshalb wäre PIN Mail eine gute Alternative.

PIN Mail arbeitet beim Auslandsversand nicht mit der Deutschen Post zusammen sondern mit Spring Global Delivery Solutions, einem Tochterunternehmen von PostNL.

Paketda hat den Warenversand in PIN-Auslandsbriefen im Oktober 2020 erfolgreich getestet. Jeweils ein Brief nach Österreich und in die Schweiz wurden in Berlin per Briefkasten-Einwurf verschickt. Dabei gab es keine Probleme. - Diese Situation hat sich inzwischen leider geändert: Seit Januar 2021 ist der Warenversand mit PIN verboten.



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Post stempelt blau

In der gedruckten Ausgabe 22/2020 der Deutschen Briefmarken-Zeitung (DBZ) wird über einen Pilotversuch der Deutschen Post mit blauer Stempelfarbe berichtet. Ab dem 16. November wird in verschiedenen Briefzentren vier Wochen lang blaue statt schwarze Farbe verwendet, um Briefmarken zu entwerten. Welchen Effekt die geänderte Farbe haben soll, wurde nicht mitgeteilt.

Folgende Briefzentren sollen beteiligt sein: 95 Bayreuth, 58 Hagen und 60/61 Frankfurt. Die blaue Stempelfarbe kommt sowohl bei Tintenstrahlentwertungen zum Einsatz als auch bei klassischen Stempeln.

Update vom Dezember 2020: In Heft 26/2020 berichtet die DBZ, dass der Pilotversuch mit blauer Stempelfarbe möglicherweise mit Matrixcode-Briefmarken zusammenhängt. In unbestimmter Zukunft soll jede Briefmarke einen Matrixcode (ähnlich wie QR-Code) erhalten und verfolgbar werden (Paketda berichtete). Wenn diese Matrixcode-Briefmarken blau statt schwarz abgestempelt werden, sind die Codes für die Sortiermaschinen möglicherweise besser erkennbar.



Hermes nicht mehr an Multi-Paketshop in Hamburg beteiligt

Alle Paketdienste in einem Paketshop vereint: mit dieser Idee startete im Oktober 2018 ein Multi-Paketshop im Einkaufszentrum City-Center Bergedorf (CCB) in Hamburg. Kunden sollten nicht mehr zu einzelnen Paketshops von DPD, GLS, UPS und Hermes laufen müssen sondern alle Pakete bequem an einem Ort abholen und retournieren können. Auch eine Beteiligung von DHL war von den Machern gewünscht, aber DHL entschied sich dafür, einen eigenen Paketshop in einem Schreibwarengeschäft im CCB fortzuführen.

Im Februar 2019 gab es auf etailment.de ein Zwischenfazit. Monatlich wurden ca. 2.500 Pakete über den Paketshop abgewickelt. An Spitzentagen wurden bis zu 150 Kunden gezählt.

Hermes ist inzwischen nicht mehr am Projekt beteiligt. Auf der Website citycenter-bergedorf.de wurde das Hermes-Logo entfernt. Laut archive.org wurde das Hermes-Logo irgendwann zwischen August und September 2019 entfernt.

Bizarre Anekdote: Laut etailment.de betrieb das Berliner Unternehmen Excofirm den Paketshop und fungierte als Vermittler zwischen dem Centerbetreiber und den Paketdiensten. Firmenchef Christoph Julius Caesar ist Medienberichten zufolge mit Betrugsvorwürfen konfrontiert und war laut Volksstimme.de im Frühjahr 2020 zur Fahndung ausgeschrieben. Die Bild-Zeitung bezeichnet ihn als "Deutschland jüngsten Hochstapler".


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