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Werden Kondolenzbriefe und Trauerpost gestohlen? Paketda testet


Paketda hat im September 2020 das Diebstahlrisiko von Trauerbriefen getestet. Insgesamt wurden 21 Testbriefe verschickt, die alle einwandfrei bei den Empfängern ankamen. Nur ein einziger Umschlag war etwas eingerissen, vermutlich von der maschinellen Sortierung.

Der Versandtest hat also nicht ergeben, dass Trauerbriefe geklaut werden. Im Jahr 2018 testete Paketda Geburtstagsbriefe, die ebenfalls alle einwandfrei zugestellt wurden (Bericht von damals).

Trotz der positiven Testergebnisse ist es nicht empfehlenswert - und laut Post-AGB sogar verboten -, Bargeld in gewöhnlichen Briefen zu verschicken.

Suchen Sie eine passende Briefmarke für Trauerbriefe? Paketda empfiehlt das Motiv "Ivenacker Eichen". Erhältlich unter shop.deutschepost.de (solange der Vorrat reicht).





2024: Subunternehmer klaute Trauerbriefe in Niedersachsen

Ein Subunternehmer der Deutschen Post aus Belm (Landkreis Osnabrück) hat mehrere Monate lang Geld aus Glückwunsch- und Kondolenzkarten gestohlen. Er sollte eigentlich Briefe in Postfilialen einsammeln und zum Verteilzentrum fahren. Der Mann durchstöberte jedoch die eingesammelte Post und klaute Briefe, die ihm wertvoll erschienen.

Bei einer Durchsuchung fand die Polizei entsprechendes Beweismaterial. Der 51-Jährige gestand daraufhin sämtliche Taten.

Quelle: Polizeimeldung



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2021: Gestohlene Kondolenzbriefe in Hessen

FNP.de berichtete im Juli 2021 über mehrere verschwundene und geöffnete Trauerbriefe in Beselich im Landkreis Limburg-Weilburg.

Bei der Zeitung haben sich zwei Frauen gemeldet, die in "nicht einmal anderthalb Jahren gleich zwei Trauerfälle zu verkraften [hatten] - und jedes Mal wurden unzählige Trauerbriefe, die mit der Post verschickt worden waren, von Unbekannten geöffnet und Geld, das von den Absendern üblicherweise anstelle von Blumen in die Kondolenzkarte gesteckt wurde, daraus gestohlen."

Gegenüber FNP.de sagten die Betroffenen, dass einige Kondolenzbriefe überhaupt nicht bei ihnen ankamen. Andere Briefe kamen zwar an, jedoch ohne Geldinhalt. Dass die Absender den Briefen Geld beigelegt hatten, ergaben entsprechende Nachfragen durch die Empfängerinnen bei den Absendern.

Ein Pressesprecher der Deutschen Post gestand im FNP-Artikel ein, dass es zu Gelddiebstählen aus Trauer- und Glückwunschkarten kommen kann. Solche Fälle seien selten und die Post gehe ihnen "mit Entschiedenheit" nach. Diebe müssten mit Entlassung und Strafanzeigen rechnen. Die Abteilung Konzernsicherheit der Deutschen Post will nun im Raum Mainz-Kastell aktiv werden, um die Diebstahlserie aufzuklären.

Anhand von Medienberichten über vergleichbare Fälle ist bekannt, dass zur Täterermittlung z.B. Fangbriefe eingesetzt werden. Die sehen wie echte Trauerpost aus und sollen im ersten Schritt dabei helfen, den Ort der Diebstähle genauer einzugrenzen. Als Täter kommen z.B. Briefkastenleerer oder Subunternehmer in Betracht, die Briefe von den Zustellstützpunkten zu überregionalen Briefzentren fahren. Sofern der Diebstahlort lokalisiert ist, werden die verdächtigen Personen in Zusammenarbeit mit der Polizei observiert, um sie auf frischer Tat zu überführen.


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