Reportage über DHL Leipzig / USPS-Mitarbeiter unterwandern Sparmaßnahmen / DHL Express wirbt mit James Bond


TV-Reportage über DHL-Drehkreuz Leipzig während Corona-Hochphase

Ein Team des MDR durfte bei DHL Express in Leipzig filmen und Manager interviewen, um die Geschehnisse während der Corona-Hochphase von Februar bis April nachzuzeichnen.

Der schlimmste Fall wäre eingetreten, wenn DHL das Airhub aufgrund von Infektionsfällen hätte schließen müssen. Das wäre laut Manager Nico Tenius ein "Desaster" geworden, weil ein Hub sehr große Sendungsmengen abwickelt und von einem Ausfall alle damit verbundenen Logistikketten betroffen wären.

Um Mitarbeiter zu schützen, begann DHL im Februar damit, Masken, Overalls und Desinfektionsmittel einzukaufen. Piloten wurden in Hotspotregionen wie Bergamo angewiesen, das Cockpit nicht zu verlassen und nach Entladung eines Flugzeugs direkt nach Leipzig zurückzufliegen. Diese Leerflüge sollen Zusatzkosten in Millionenhöhe verursacht haben.

Interessant: Bei DHL sollen sich Menschen nach Mitflugmöglichkeiten in Frachtmaschinen erkundigt haben, um in ihre Heimatländer zurückzukehren, weil es keine normalen Passagierflüge gab (Minute 18:30 im Film).

Bemerkenswert: Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer rief persönlich beim DHL-Leipzig-Chef Markus Otto an, um eine Lieferung mit Schutzausrüstung beschleunigen zu lassen. Es handelte sich um Schutzausrüstung, die dringend in Polen benötigt wurde. Markus Otto fand jedoch eine andere Lösung, und stellte das benötigte Material kurzerhand aus dem eigenen DHL-Lagervorrat zur Verfügung (Minute 25:00 im Film).

Zum Film: MDR-Mediathek



Mitarbeiter unterwandern Sparmaßnahmen bei USPS

Die Washington Post berichtet, dass einige Postmitarbeiter auf eigene Faust gegen die Sparmaßnahmen bei USPS ankämpfen.

In New York sollten beispielsweise Sortiermaschinen abgebaut werden, aber die Mechaniker bummelten so lange herum, bis ihr Vorgesetzter den Auftrag zurücknahm. In Ohio haben Zusteller laut Washington Post in ihrer Freizeit Post ausgetragen, und in Pennsylvania erfanden einige Postbeamte Ausreden für ihre verspätete Rückkehr ins Depot. Eigentlich müssen Ausliefertouren abgebrochen werden, wenn sie in der vorgegebenen Arbeitszeit nicht geschafft werden. Der neue USPS-Chef Louis DeJoy hat Überstunden verboten.

Die Washington Post vermutet, dass DeJoy nach den US-Präsidentschaftswahlen weitere Maßnahmen umsetzen wird. In ländlichen Gebieten soll es Serviceeinschränkungen geben, und Versandhändler müssen für die Paketzustellung auf der letzten Meile mehr Porto bezahlen. Ungenutzte Flächen in Postgebäuden sollen an andere Regierungsbehörden und Unternehmen vermietet werden. Quelle: washingtonpost.com.



Lieferwagen von DHL Express mit James-Bond-Aufkleber

DHL Express startet Werbekooperation mit James Bond

DHL Express hat bei Instagram einen kurzen Ausschnitt eines neuen DHL-Werbespots veröffentlicht. In James-Bond-Manier ist ein DHL-Lieferwagen in eine Verfolgungsjagd verwickelt. Ab Freitag, 02.10.2020, soll der Spot wohl in voller Länge veröffentlicht werden.

Der neue James-Bond-Film "Keine Zeit zu sterben" kommt im November 2020 in die Kinos. Der ursprüngliche Termin Anfang April wurde wegen Corona verschoben.

Seit 2006 ist DHL Logistikpartner bei James-Bond-Produktionen. Für den aktuellen Film musste Produktionsausrüstung unter anderem zwischen Norwegen, Jamaika, Italien und durch England bewegt werden. Quelle: DHL Pressemeldung. In einigen deutschen Städten sind DHL-Express-Lieferwagen mit 007-Aufdruck unterwegs.


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