Versehentlicher Einwurf in Briefkasten: Rückgabe ausgeschlossen / Neue Sortieranlagen in Briefzentren / DPD-Fanshop eröffnet


Versehentlicher Einwurf in Briefkasten: Rückgabe vor Ort ausgeschlossen

Bei ARD-alpha wurde kürzlich eine Reportage über die Briefbeförderung ausgestrahlt. Darin kommt u.a. eine Briefkasten-Leererin zu Wort. Sie berichtet von brenzligen Situationen, wenn Leute Dinge aus einem Briefkasten zurückhaben wollen, die sie dort versehentlich eingeworfen haben (bei Minute 4:04 im Video).

Die Leererin erklärt: "Alles, was im Briefkasten drin ist, ist Eigentum der Post. Ich darf es nicht rausgeben, auch wenn sie mir den Ausweis zeigen oder wie auch immer. Es geht einfach nicht, ich mache mich damit selber strafbar. Und dann wird es echt stressig, weil Leute auch gemein werden können."

Hat man versehentlich einen Gegenstand in einen Briefkasten eingeworfen, muss man eine Nachforschung beauftragen, um ihn zurückzubekommen. Im Onlineformular der Post gibt es dafür den Menüpunkt "Irrtümlich eingeworfen". Die Rückgabe funktioniert nur, wenn es sich um einen Gegenstand handelt, wie z.B. einen Schlüssel. Befindet sich am Schlüssel ein Adressanhänger, befördert die Post den Schlüssel sogar ohne Nachforschungsauftrag dorthin und berechnet 8,29 Euro inkl. 16% MwSt. (bzw. 8,50 Euro bei 19% MwSt.).

Eine falsch eingeworfene Postsendung lässt sich nicht stoppen. Es sei denn, sie ist unfrankiert. Dann besteht die Chance, dass die fehlende Frankierung im Briefzentrum bemerkt wird und eine Rücksendung zum Absender erfolgt.



Briefzentren erhalten Sortieranlagen speziell für Warensendungen / Warenpost

Am 1. Juli 2020 hat DHL die Versandart Warenpost erneuert. Diese Versandart kann ausschließlich von Geschäftskunden gebucht werden. Die neuartigen Warenpost-Sendungen erhalten ein DHL-Paketlabel, sie werden aufgrund ihrer geringen Größe aber in Briefzentren der Deutschen Post bearbeitet. Das Tracking funktioniert wiederum über die DHL-Website.

Im DHL-Geschäftskundenportal hat Post-Vorstandsmitglied Tobias Meyer folgende Information veröffentlicht: "Durch die Nutzung dieses Produkts [Warenpost] und die damit einhergehende Trennung und gesonderte Einspeisung von kleinformatigen Sendungen und Paketen können wir noch in diesem Jahr zusätzliche Kapazitäten schaffen. Hierzu pilotieren wir auch neue Sortieranlagen für warentragende Sendungen in den Briefzentren, die jeweils ca. 10.000 warentragende Sendungen pro Stunde bearbeiten sollen."

Zum Vergleich: eine Sortieranlage für gewöhnliche Briefe schafft je nach Ausstattung 25.000 bis 50.000 Briefe pro Stunde. Die Paketda-Redaktion wird versuchen, in Kürze einen Versandtest für Warenpost durchzuführen, um Lieferzeiten, Tracking und ggf. Verluste zu überprüfen.

Screenshot aus dem DHL-Geschäftskundenportal:



DPD hat Onlineshop mit Fanartikeln eröffnet

Unter www.dpd-werbemittel.de gibt es neuerdings einen Onlineshop mit Produkten von DPD. Im Angebot sind beispielsweise Modellfahrzeuge, Taschen und Bekleidung mit DPD-Logo. Der Shop wirbt außerdem mit Eröffnungsangeboten und 10% Rabatt.

In Großbritannien betreibt DPD auch einen Fanshop, und zwar unter www.dpdshop.co.uk. Dort ist das Sortiment etwas größer; es gibt z.B. Trinkflaschen, einen Regenschirm und einige technische Gadgets.

Wettbewerber DHL hatte schon vor einigen Jahren einen eigenen Shop eröffnet unter www.dhl-fanshop.com.

Screenshot des Shops von DPD Deutschlandl:


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