König Philippe besuchte Belgische Post / So berechnet DHL zurzeit die Paketankündigung / Schließung des Paketzentrums Graben verschoben

Der belgische König Philippe besuchte am 24.04.2020 eine Post-Niederlassung südlich von Brüssel

Belgische Post erhielt royalen Besuch

Das belgische Postnetz ist aufgrund der Coronakrise und des erhöhten Paketaufkommens so stark belastet, dass DHL "keine Möglichkeit mehr [hat], Pakete in der aktuell erforderlichen Menge ins belgische Paketnetz einzuschleusen." Bpost habe seine Kapazitätsgrenze erreicht und deshalb die Sendungsmengen aus Deutschland - und vermutlich anderen Ländern - begrenzt. Details unter www.dhl.de/coronavirus#belgien.

Außerdem waren von Mitte März bis Mitte April alle Postfilialen in Belgien geschlossen. Als besonderes Angebot spendierte bpost allen Belgiern kostenlose Postkarten, die via App verschickt werden konnten. Insgesamt wurden 1,5 Millionen Postkarten verschickt (Quelle).

Am 24. April besuchte der belgische König Philippe (Nachname unklar) eine bpost-Zustellbasis südlich von Brüssel. Dort fuhr er morgens in einem schwarzen Van mit Blaulicht vor, verschaffte sich einen Eindruck von den Abläufen, sprach mit Postmitarbeitern und bekam zum Abschluss einen Satz gerahmter Briefmarken mit seinem Konterfrei überreicht. Ausgabeanlass war sein 60. Geburtstag in der Vorwoche.

Quellen: press.bpost.be (Text & Foto) | www.facebook.com (Video)



DHL: Voraussichtliche Liefertermine werden wegen Corona neu berechnet

DHL hat seit dem 14. April die Berechnung der Lieferterminprognosen geändert. Ursache sind die stark gestiegenen Paketmengen und daraus folgende Transportverzögerungen.

Der regionale Paketdienst TMParcel hat auf seiner Website eine E-Mail von DHL veröffentlicht, worin die Änderungen wie folgt beschrieben werden:

Eine weitere Auswirkung der aktuellen Situation ist der über Prognose liegende Anstieg der Sendungsmenge, welcher zu erhöhten Mengen im Betrieb und somit auch zu längeren Lieferzeiten und steigenden Kundenserviceanfragen führt.

Aus diesen Gründen haben wir [DHL] folgende Maßnahmen für unsere Empfängerkommunikation über die Paketankündigung und die Sendungsverfolgung eingeführt:

  • Konfiguration der Zustelltagsavise auf eine längere Zustelltagsprognose, so dass bei einer E+1-Relation immer E+2 avisiert wird (aus E+2 wird E+3)
  • Deaktivierung des Zustellzeitfensters
  • Änderung des voraussichtlichen Zustelldatums in der Paketankündigung auf "2-5 Werktage"
  • Deaktivierung der Verspätungsnachricht
  • Integration von Hinweistexten in die Paketankündigung und auf T&T zu den Themen Laufzeitverzögerung und kontaktlose Zustellung

Laut DHL-Vorstandsmitglied Tobias Meyer sind zurzeit 70% aller DHL-Pakete einen Tag nach Einlieferung beim Empfänger (Quelle: www.bild.de). Dieser Zahl sollte man jedoch nicht blindlings vertrauen, weil sie mutmaßlich nicht die Tatsache berücksichtigt, dass einige von Onlinehändlern verschickte Pakete tagelang unbearbeitet bei DHL herumstehen.

Den ersten Scan erhalten DHL-Großkunden-Pakete nicht beim Abschicken sondern beim Eingang im Paketzentrum. Liegen zwischen dem Abschicken und dem Eingangsscan beispielsweise 7 Tage, kann diese Verzögerung technisch gesehen nicht in die Lieferzeit-Berechnung einfließen.



Schließung des DHL Paketzentrums Graben verschoben

Anfang März kam heraus, dass aufgrund mangelhafter Auslastung des DHL-Paketzentrum in Graben, direkt neben Amazon, geschlossen werden sollte (Paketda berichtete).

Die eigentlich zum 1. Mai 2020 geplante Schließung wurde nun kurzfristig abgesagt. Weil DHL aktuell so viele Pakete wie zur Weihnachtszeit befördert, gibt es genug Arbeit für die 80 DHL-Mitarbeiter in Graben. Die Standortschließung wurde vorerst auf Ende Juni verschoben. Wie es danach weitergeht, steht noch nicht genau fest laut radioschwaben.de.


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