Luftfrachtmengen am Airport Leipzig stabil / USPS soll Porto um das Vierfache erhöhen / Günstigeres Presseporto?

Luftbild vom Airport Leipzig/Halle

Stabiles Frachtaufkommen am Airport Leipzig

Der Flughafen Leipzig/Halle, an dem auch DHL Express angesiedelt ist, meldet für die ersten drei Monate 2020 ein Frachtaufkommen "nahezu auf Vorjahresniveau". Die Mengen sind durch die Corona-Krise also weder gestiegen noch stark gesunken.

Laut Flughafen Leipzig/Halle wurden 1,5 Prozent weniger Fracht umgeschlagen im Vergleich zum 1. Quartal 2019. Im bundesweiten Durchschnitt gab es an deutschen Flughäfen einen Rückgang bei Luftfracht von 8,1 Prozent

Die Anzahl der Starts und Landungen in Leipzig sei um 3,8 Prozent gestiegen. Daran habe DHL Express einen großen Anteil. Der Flughafen hat außerdem ausgewertet, dass "die Zahl der Frachtcharterflüge im März um 5,5 Prozent, seit Jahresanfang um 8,7 Prozent" angestiegen ist.

Quelle: www.leipzig-halle-airport.de



USPS soll Paketpreise anheben, sonst keine Corona-Hilfsgelder

US-Präsident Trump forderte die amerikanische Post USPS auf, das Paketporto für Versandhändler um das Vierfache zu erhöhen. Anderenfalls erhalte das Unternehmen keinen Staatskredit. "The Postal Service is a joke", kommentierte der Präsident gegenüber Reportern, berichtet washingtonpost.com

Wie Paketda berichtete, sollte USPS eigentlich einen Kredit über 10 Milliarden Dollar erhalten, um die Coronakrise durchzustehen. Nun verknüpfte Trump diesen Kredit mit der Bedingung, das Paketporto zu erhöhen. Laut Washington Post, dessen Eigentümer Amazon-Chef Jeff Bezos ist, will Trump die Post zur Preiserhöhung zwingen, um hauptsächlich Amazon zu schaden. Bezos und Trump liegen seit langem im Clinch.

Von der Washington Post befragte Experten sagen, dass eine starke Preiserhöhung bei USPS bewirken würde, dass Amazon mehr Waren mit UPS und Fedex versendet. Allerdings übergeben UPS und Fedex Sendungen in ländliche Gebiete oft an USPS, weil das preiswerter ist als die Auslieferung mit eigenem Personal. Unklar ist, wie sich eine Preiserhöhung auf Lieferungen in solche Außengebiete auswirken würde. Wahrscheinlich lohnt es sich für UPS und Fedex dann eher, doch eigenes Personal in ländlichen Regionen einzusetzen. In jedem Fall würden die Versandkosten für Endkunden steigen.



Zeitschriftenverleger wünschen sich Portosenkung

Der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) berichtet von enormen Einbußen bei Werbung in Zeitschriften. Je nach Segment werden zwischen 20 und 80 Prozent weniger Anzeigen gebucht, so dass die Verlage weniger Einnahmen haben.

Der Verband möchte nun einen Krisengipfel organisieren, an dem Politiker, Verlagsmanager und Vertreter der Deutschen Post teilnehmen sollen. Ziel ist es, die Zustellkosten zu senken. Laut meedia.de wünscht sich VDZ-Vizepräsident Philipp Welte "vertretbare Preise" für den Zeitschriftenversand per Post. Daraus kann man wohl schlussfolgern, dass die aktuellen Preise für den VDZ nicht vertretbar sind und gesenkt werden sollen.

Laut Meedia.de erklärte ein Sprecher der Deutschen Post, man sei offen "für konstruktive Gespräche mit Verlegern wie auch der Bundesregierung". Allerdings könne die Post nicht einfach Preissenkungen vornehmen. Selbst wenn die Verlage plötzlich weniger Geld verdienten, müsse die Post den "regulatorischen Rahmen" bei der Preisgestaltung einhalten. Das Porto bemisst sich an den Kosten der Post und nicht an den Einnahmen der Verlage.


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