Verleihstation für Werkzeuge / Kein Corona-Zuschuss für USPS / Onlinehändler achten auf Rücksende-Gründe

Kurts Toolbox in Form einer Packstation

Neue Idee für Abholstationen: Werkzeugverleih

Die Kurt König Baumaschinen GmbH, ein mittelständisches Unternehmen mit 11 Standorten, testet den Werkzeugverleih per Abholstation. Die Stationen funktionieren wie Amazon Locker oder DHL-Packstationen, bloß dass sich keine Pakete in den Fächern befinden sondern Geräte für Garten, Haushalt und Handwerk. Beispielsweise Bohrhammer, Winkelschleifer, Fensterputzer oder Laubbläser. In größeren Stationen gibt es sogar Treppenkarren, Betonmischer und Rasenmäher.

Als Kunde kann man sich die Geräte rund um die Uhr per App ausleihen. Abgerechnet wird nur der Zeitraum zwischen Öffnen des Ausleihfachs und der Rückgabe. Nach jeder Rückgabe überprüft ein Wartungsteam die Geräte auf Schäden. Wer möchte, kann Geräte auch kaufen, sie online bezahlen und sofort aus der Station abholen. Um Diebstählen vorzubeugen, muss sich jeder Kunde mit Personalausweis identifizieren (Online-Identifikation).

Der erste Prototyp von "Kurts Toolbox" (kurts.tools) wurde 2018 vorgestellt. Inzwischen gibt es Standorte in Einbeck, Stade, Hamburg sowie in der Schweiz und Litauen.

Kurts Toolbox in Containerform



US-Post in der Coronakrise: Kein Zuschuss der Regierung sondern nur Kredit

Einem Bericht der Washington Post zufolge verliert die amerikanische Staatspost jeden Monat ca. 2 Milliarden US-Dollar, solange die Corona-Krise andauert. Bis Ende Juni könnte das Sendungsaufkommen um 50% einbrechen.

Präsident Trump ist laut Washington Post nicht bereit, USPS mit einem direkten Zuschuss zu unterstützen. Er soll mit einem Veto gegen ein staatliches Corona-Rettungspaket gedroht haben, sofern die Gelder zur Unterstützung des Postwesens verwendet werden. Die Gelder aus dem Corona-Rettungspaket müssen von den Empfängern nämlich nicht zurückgezahlt werden. Trump will der US-Post stattdessen einen Kredit über 10 Milliarden Dollar gewähren, um die Corona-Krise zu überbrücken. Der Kredit muss später zurückgezahlt werden.

Laut eines Berichts von www.vox.com befürworten die Republikaner eine Privatisierung von USPS. Damit werden die finanziellen Probleme jedoch nicht gelöst, weil die US-Post ähnlich wie die Deutsche Post verpflichtet ist, ganz Amerika zu beliefern - also auch ländliche und somit unwirtschaftliche Regionen. UPS und Fedex nutzen diesen Umstand aus und übergeben ihre Sendungen in solche Regionen an USPS.



Angabe eines Retourengrunds ist für Onlineshops wichtig

Bei Arte wurde eine Reportage über Versandhandels-Retouren ausgestrahlt (hier bei Youtube verfügbar). Der Film zeigt u.a. die Retourenbearbeitung an Hermes-Standorten in Hamburg (Bekleidung) und Löhne (Großgeräte). Auch eine kleine Händlerin wird gezeigt, die hauptsächlich ein Ladengeschäft für Sportartikel betreibt und nebenbei online verkauft.

Interessant ist, dass alle Händler ein großes Augenmerk auf die Retourengründe haben. Beim Eingang einer Retoure fällt der erste Blick oft auf den Rücksendegrund. Verbraucher müssen zwar keinen Grund angeben, um Waren zurückzusenden, aber Händler können daraus wichtige Erkenntnisse gewinnen.

Arte zeigt beispielsweise eine Abteilung beim Versandhändler Baur (Otto-Gruppe), wo Bekleidung mit überdurchschnittlich hohen Retouren begutachtet wird. Die Mitarbeiter ziehen solche Produkte selber an und prüfen die Passform. Wird eine schlechte Passform rechtzeitig bemerkt, kann sie bei einer Nachproduktion verbessert werden. Eine weitere Möglichkeit sind Größenhinweise im Onlineshop ("bitte eine Nummer kleiner bestellen").

Bevor zurückgeschickte Artikel wieder in den Verkauf gehen, werden sie bei Hermes Fulfilment technisch geprüft (z.B. bei TV-Geräten) und bei Bedarf gewaschen und gebügelt (Textilien).

Die Sportartikel-Händlerin ärgert sich, wenn Kunden als Rücksendegrund "gefällt nicht" angeben. Auch die hohe Retourenquote von 50% sieht die Händlerin kritisch: "Da muss sich was ändern. Es kann nicht sein, dass wir hier die Kosten tragen, den Aufwand betreiben, den ganzen Müll fabrizieren für die Laune eines Kunden." Eigenen Angaben zufolge bezahlt sie für jedes verschickte Paket 5 Euro Porto und für jede Retoure zusätzlich 5 Euro Porto.


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