Post baut selbst statt zu mieten / Neuer dm-Paketservice ist gar nicht neu / Was machen Region Manager bei GLS?


Deutsche Post will Zustellbasen selber bauen anstatt sie zu mieten

In den nächsten Jahren sollen in Deutschland ca. 640 neue Zustellstützpunkte und Zustellbasen von Deutsche Post DHL entstehen. Wie das Handelsblatt berichtet, will der Postkonzern dabei selbst als Bauherr auftreten.

Bislang war die Strategie der Deutschen Post und anderer Paketdienste, Logistikstandorte von Drittfirmen wie z.B. Goldbeck bauen zu lassen und die Gebäude anschließend als Mieter zu nutzen. Dadurch sparte die Post Geld, weil als Kosten nur die vergleichsweise geringen Mieten angesetzt wurden. Die Millionenausgaben für den Gebäudebau lagen bei Drittfirmen, also den Vermietern.

Wie jungewelt.de unter Berufung auf das Handelsblatt schreibt, gelten seit 2019 neue Bilanzierungsregeln. Dadurch würden lang laufende Mietverträge die Nettoverschuldung in der Bilanz des Postkonzerns erhöhen. "Ein Versteck außerhalb der Bilanz sei damit nicht mehr möglich, ein wesentlicher Vorteil der Mietimmobilien dahin. Baue der Konzern selber, könne er die Kosten über 50 Jahre abschreiben.", so jungewelt.de

Mitarbeiter der Post-Immobilientochter sollen ab sofort immer prüfen, ob Neubauten durch die Post selber durchgeführt werden können. Nur wenn diese Prüfung negativ ausfällt, sei die Anmietung von Immobilien erlaubt.

Quelle: www.handelsblatt.com (Bezahlartikel)



"dm" preist altbekannten Paketservice als neu an

Zeit und Wege sparen Kunden mit dem "neuen dm-Service", so dm-Geschäftsführer Christoph Werner am 24.02.2020. An diesem Tag führte die Drogeriemarktkette dm einen angeblich neuen Paketservice ein (Pressemitteilung).

Kunden können sich Onlinebestellungen in einen dm-Markt liefern lassen und dort abholen. Der Service ist gratis. Besonderheit: Die Lieferung ist mit jedem Paketdienst und mit jedem Onlineshop möglich. Lediglich Pakete mit Nachnahme, Einfuhrabgaben, Identprüfung und ähnlichen Besonderheiten sind vom dm-Paketservice ausgeschlossen. Kunden können auf Wunsch auch Retouren bei dm abgeben, sofern es sich um ein vorfrankiertes DHL-Paket handelt.

Merkwürdig ist nur, dass es den dm-Paketservice schon mindestens seit Januar 2019 gibt (Paketda berichtete damals). Das Angebot ist also gar nicht neu, obwohl es von dm so dargestellt wird. Auf eine entsprechende Rückfrage von Paketda reagierte dm bislang nicht. Dabei wäre es interessant zu wissen, wie stark der Service von Januar 2019 bis heute genutzt wurde. Vielleicht hat dm den Paketservice jetzt per Pressemitteilung beworben, damit mehr Leute darauf aufmerksam werden. In den Filialen hängen zwar entsprechende Werbeplakate, die von Kunden aber eventuell ignoriert wurden.

Wichtig zu wissen: Der dm-Paketservice funktioniert nicht deutschlandweit sondern nur in Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern. Eine handvoll Standorte sind ausgeschlossen. Details unter dm.de/dm-Paketservice



Was macht eine Region Managerin bei GLS?

GLS hat bei Youtube ein Video über den Arbeitsalltag einer Region Managerin veröffentlicht. Wobei der Begriff Alltag eher unpassend ist, denn "ich weiß morgens nicht, womit ich mich den Tag über beschäftigen werde", so die für Baden-Württemberg zuständige GLS-Region-Managerin. Sie muss beispielsweise bei Paketstaus eingreifen, sich um Firmenkunden kümmern und die Abläufe in den regionalen Paketzentren optimieren. Auch Planungen für Depot-Erweiterungen und Neubauten gehören zu den Aufgaben eines Region Managers.

Video: www.youtube.com




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