Paketshop-Inhaberin plaudert aus Nähkästchen: Verdiene 30 und 60 Cent pro Paket

Im Dezember 2019 berichtete der WDR über einen Hermes-Shop in Meerbusch. Die Inhaberin eines Schreibwarengeschäfts erzählte, dass sie in guten Monaten 1.500 Pakete bearbeitet. Für jedes verschicktes Paket zahlt Hermes zwischen 30 und 60 Cent - je nach Größe. Retouren bringen 40 Cent.

Insgesamt verdient der Schreibwarenladen in guten Monaten ca. 1.000 Euro durch den Paketshop; davon wird eine Aushilfe beschäftigt. Der Bericht ist in er WDR Mediathek nicht mehr verfügbar.

Im Mai 2017 erschien bei heute.de unter Berufung auf die DPA-Nachrichtenagentur eine Meldung, dass Hermes einen "mittleren zweistelligen Cent-Betrag" für jedes Paket zahle. Diese Information erhielt die dpa direkt von Hermes. Andere Paketdienste erteilten keine Auskunft zur Vergütung von Paketshops.

Ein Kiosk-Besitzer wurde auf heute.de mit den Worten zitiert, er bekomme 40 Cent pro Paket und insgesamt ca. 600 bis 700 Euro pro Monat.

Hermes-Paketshop

Dezember 2020: Die Zeitung "Die Zeit" hat einen DHL-Paketshop-Inhaber interviewt (Bericht hier). Er gibt die Vergütung mit 30 Cent pro Privatpaket an und mit 50 Cent für Pakete von Firmenkunden. Der Paketshop-Inhaber merkt an: "Und dann gibt es noch die Sendungen, die schon im Voraus frankiert sind. Daran verdiene ich jeweils nur ein paar Cent."

Diese Anmerkung ist seltsam, denn die allermeisten Pakete sind ja im Voraus frankiert. Nur einige Privatkunden und nahezu kein Firmenkunde verwendet handschriftlich ausgefüllte Paketscheine.

2019: Die Wetterauer Zeitung interviewte 2019 die Inhaberin eines DHL-Paketshops aus Bad Nauheim. Laut Zeitungsbericht verkauft sie auch Briefmarken. Bei einem Einbruch wurden der Buchhändlerin mal Briefmarken im Wert von 1000 Euro geklaut, die sie daraufhin selbst bezahlen musste.

Eigenen Angaben zufolge überlegte die Buchhändlerin schon mehrfach, den DHL-Paketshop wieder aufzugeben. Vor allem in der Vorweihnachtszeit würden die Pakete die Büroräume verstopfen.

DHL warb die Buchhändlerin vor einigen Jahren mit dem Argument an, dass durch den Paketshop mehr Menschen in den Laden kommen. Rückblickend sagt die Buchhändlerin zur Wetterauer Zeitung: "Es stimmt, die Frequenz ist mehr geworden, allerdings geben die Leute ihr Paket ab, kaufen aber keine Bücher."


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