DHL-Manager erklärt IT-Probleme / Videocodierung bei Hermes / Electroreturn eingestellt


DHL-Manager: Diese IT-Probleme haben Großkonzerne

Peter Weichsel ist bei der Deutschen Post DHL für "Digital Technology Management" zuständig und hat auf einer IT-Fachtagung erläutert, warum Großkonzerne wie die Post nicht mit Start-Up-Unternehmen zusammenpassen. Das Magazin CIO hat die Kernaussagen von Peter Weichsel in einem Artikel auf www.cio.de aufgeschrieben.

Es gibt einen Mangel an IT-Fachkräften, sowohl in Konzernen als auch bei deren Lieferanten und Partnern. Deshalb fehlen zeitgemäße Schnittstellen (APIs), die einen Datenaustausch über verschiedene Systeme hinweg erleichtern.

Hinzu kommen veraltete IT-Systeme aus grauer Vorzeit, die sich nicht komplett abschalten lassen und die die Entwicklung innovativer Services bremsen. Solche Legacy-IT sei ein "Zombie", sagte Weichsel laut CIO.de.

Die eher technischen Ausführungen des DHL-Managers lassen sich besser begreifen, wenn man an die Sendungsverfolgungen von DHL Paket, DHL Express, DHL Freight und Deutsche Post denkt. Zwischen DHL Paket und DHL Express gibt es zwar eine Datenverbindung. Die anderen Systeme arbeiten hingegen getrennt voneinander, so dass Kunden keine zentrale Sendungsverfolgung haben. Ganz zu schweigen von den DHL-Tochtergesellschaften im Ausland, deren eigene IT ein länderübergreifendes Tracking erschwert oder sogar verhindert.

Übrigens: Eine bessere Sendungsverfolgung für Briefe kündigte ein anderer Deutsche-Post-Manager bereits im Mai 2018 an (Paketda berichtete). Zu sehen ist davon noch nichts. Gleiches gilt für Echtzeit-Tracking und Paketumleitungen bis kurz vor Zustellung, wie es Technologieführer DPD seit Jahren anbietet.



So funktioniert die Videocodierung bei Hermes

Das Unternehmen Vitronic aus Wiesbaden stellt Produkte zur Verarbeitung von Bildern her. Beispielsweise Radarfallen vom Typ PoliScan, Lesegeräte an den Mautbrücken von TollCollect sowie Scansoftware für Paketaufkleber.

Auf der Website www.vitronic.de präsentiert das Unternehmen ein kurzes Video aus dem Hermes-Paketzentrum in Friedewald.

Der Film zeigt den Ablauf des sogenannten Videocodings. Trifft ein Paket im Hermes-Paketzentrum ein, versucht die Vitronic-Software zunächst, die Anschrift bzw. den Strichcode automatisch zu lesen. Gelingt das nicht, wird ein Foto vom Paket einer menschlichen Arbeitskraft vorgelegt.

An Videocodierplätzen entziffern Mitarbeiter unlesbare Anschriften und tippen sie in eine Software ein. Angaben von Vitronic zufolge lassen sich auf diese Weise pro Stunde 600 bis 1000 Adressen nachbearbeiten.

Software von Vitronic soll weltweit im Einsatz ein, u.a. in Logistikzentren von DHL, UPS, USPS und FedEx.



Deutsche Post stellt den Service Electroreturn ein

Fast unbemerkt wurde der Electroreturn-Entsorgungsservice von der Deutschen Post eingestellt. Mit Electroreturn konnte man kleinteiligen Elektroschrott, der in einen Briefumschlag passt, kostenlos zum Recycling an eine Sammelstelle schicken.

Die Deutsche Post bot Electroreturn in Zusammenarbeit mit dem Entsorgungsunternehmen ALBA an. Auf der Firmenwebsite www.alba.info wird der Service noch immer beworben. Die Einstellung kam also wohl auch für ALBA überraschend.

Auf der Electroreturn-Website unter www.deutschepost.de steht inzwischen nur noch der Vermerk, dass Electroreturn-Versandmarken nicht mehr gültig sind und vom Kunden entsorgt werden sollen.

Alternativen zu Electroreturn finden Sie hier bei Paketda.de

Altes Handy mit Electroreturn entsorgen


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