Ehemaliger GLS-Chef Rico Back nicht mehr Chef von Royal Mail

Rico Back wird CEO von Royal Mail
Der ehemalige GLS-Chef und Mitgründer des Vorgängers German Parcel, Rico Back, wechselte vor fast genau 2 Jahren zum Mutterkonzern Royal Mail. Nun ist schon wieder Schluss!

In einer knappen Pressemeldung teilte das Unternehmen am 15.05.2020 mit: "The Board and Rico Back have agreed he will step down as Group CEO and from the Group Board with immediate effect, and leave Royal Mail on 15 August 2020."

Ein Grund für das Ausscheiden Backs wird nicht genannt. Dass die Trennung überraschend kommt, wird auch am fehlenden Nachfolger deutlich. Manager aus der zweiten Reihe übernehmen vorübergehend Backs Tätigkeiten. Im Aktienkurs von Royal Mail spiegelte sich der Personalwechsel positiv wider; er stieg um 7,5 Prozent.

Die britische Zeitung The Times kommentiert, Rico Back habe eine wichtige Kernkompetenz für den Job gefehlt. Nämlich "die Fähigkeit, den Konzern zu modernisieren, ohne die gewerkschaftlich organisierten Arbeitnehmer in den Betrieben zu verärgern."

Ein Sprecher der britischen Post-Gewerkschaft CWU sagte laut The Guardian, dass der Chefwechsel bei Royal Mail "einen totalen Strategie- und Richtungswechsel" mit sich bringen müsse. Insbesondere solle ein neuer Chef die Beziehungen zu den Mitarbeitern verbessern.

Wie der Guardian weiter berichtet, verzeichnete Royal Mail vom 30. März bis zum 3. Mai einen Anstieg der Kosten um 40 Millionen Pfund. Grund seien Mehraufwendungen wegen Corona-Maßnahmen, zum Beispiel Überstunden der Mitarbeiter, ein hoher Krankenstand sowie der Kauf von Schutzausrüstung.


So berichtete Paketda am 22.04.2018:

Deutscher wird Chef von Royal Mail

Die britische Royal Mail Group bekommt einen neuen Chef. Der gebürtige Hamburger Rico Back übernimmt das Amt des CEO zum 1. Juni 2018.

Rico Back war zuletzt Chef der GLS-Gruppe und startete seine Karriere 1989 als Geschäftsführer von German Parcel. Mit einem Zirkel auf einer Landkarte bestimmte er anhand der Umkreise von 30 regionalen German-Parcel-Paketzentren den Standort des Zentralen Umschlagpunkts in Neuenstein. Im Jahr 1999 wurde German Parcel von Royal Mail gekauft und anschließend international in GLS umbenannt.

Nachfolger von Rico Back in der Position als CEO der GLS-Gruppe wird der Niederländer James Rietkerk. Quelle: GLS-Pressemitteilung, z.B. in der Hersfelder Zeitung


Veröffentlicht am



  Ich will nichts verpassen und den Paketda-Newsletter erhalten
Ich stimme zu, dass meine E-Mail-Adresse gem. Datenschutzerklärung von Paketda.de genutzt wird.

Mehr Paketdienst-News