Wilde Spekulation des Handelsblatts: Kauft DHL womöglich GLS / Parcelforce?


Das Handelsblatt berichtet über Expansionspläne der Sparte DHL eCommerce Solutions. Die Überschrift des Artikels suggeriert ambitionierte Pläne für die USA, aber in Wirklichkeit übergibt DHL alle eCommerce-Sendungen auf der letzten Meile an die amerikanische Post USPS. "Wir haben absolut keinen Plan, wieder ein eigenes Netzwerk [in den USA] aufzubauen", sagt DHL-Vorstandsmitglied Pablo Ciano zum Handelsblatt.

Ciano erklärt, dass sich ein ein inländisches Paketnetz "erst ab einem Marktanteil von 15 bis 20 Prozent" rechnet. In den Niederlanden gelinge das vorbildlich, denn DHL verfügt dort über 40 Prozent Marktanteil. In Großbritannien ist DHL hingegen nur auf Platz 5 des Paketmarktes (nach Royal Mail, Amazon, Evri und UPS).

Laut Handelsblatt sei DHL grundsätzlich offen, Konkurrenten in UK zu kaufen. Man würde bei potenziellen Übernahmekandidaten "Kriterien wie strategische Eignung, wirtschaftliche Rentabilität und Integrationsaufwand" prüfen.

Ciano sagt nicht, welche Unternehmen DHL gern kaufen würde, doch das Handelsblatt stellt eine wilde Spekulation in den Raum: Sollte Royal Mail (bzw. die neue Holdinggesellschaft IDS, International Distributions Services) die Brief- und Paketsparte voneinander trennen, könnte die gewinnbringende Paketsparte verkauft werden (Paketda berichtete). Die Paketsparte läuft in UK unter der Marke Parcelforce und international unter GLS.

Durch eine Übernahme der IDS-Paketsparte würde DHL in Großbritannien "mit einem Schlag zum Marktführer aufsteigen", so das Handelsblatt. Aufgrund der starken Position von DHL in Deutschland scheint es jedoch ausgeschlossen, dass DHL auch das GLS-Deutschlandgeschäft erwerben dürfte. Hierfür müsste ein anderer Käufer gefunden werden.

Aber vorerst sind dies ohnehin nur Spekulationen, denen keine zu hohe Bedeutung beigemessen werden sollte.

Quelle: www.handelsblatt.com


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