Kundin setzt sich in Paketauto / Post bittet um lesbare Klingelschilder / Briefmarken-Klau in Bonn / Hype wegen DHL-Neubau in Oberfranken


Nicht geklingelt: Kundin passt Zusteller ab und fährt mit

Eine Redakteurin des Tagesspiegels hat in einer Kolumne ihren Frust über einen nicht klingelnden DHL-Boten aufgeschrieben. Soweit nichts Besonderes, denn nahezu jede Woche berichtet irgendein Zeitungsreporter über Probleme bei Paketdiensten.

Doch die Kolumnistin des Tagesspiegels ging einen Schritt weiter. Nachdem sie 4 Tage lang vergeblich darauf wartete, dass DHL einige Pakete bei ihr abholt, erspähte sie plötzlich den DHL-Transporter in einer Straße und sprach den Zusteller an.

Der überraschend freundliche Mann wusste sofort, worum es ging. Offenbar holte er die Pakete wissentlich nicht bei der Kundin ab. Und darum erklärte sie ihm hartnäckig: "Ich gehe nicht, ehe Sie die Pakete abgeholt haben." Und weiter: »Er guckt irritiert. Auf mich. Auf sein Auto. "Nur ein Sitz", sagt er. "Ist mir egal", sage ich.«

Anschließend fuhr die Redakteurin auf einem aus Paketen gestapelten "improvisierten Beifahrersitz" mit dem Zusteller zu ihrer Wohnung, und die Abholung glückte.

Weitere Details im ganzen Bericht unter tagesspiegel.de



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Sachsen: Post bittet Bürger um bessere Briefkasten-Beschriftung

In den kleinen Ortschaften Schönau-Berzdorf und Kiesdorf (Landkreis Görlitz, Sachsen) hat die Post eine Wurfsendung an alle Haushalte verteilt, mit der Bitte, die Bewohner mögen ihre Briefkästen deutlich lesbar beschriften. Insbesondere Vertretungskräfte für Stammzusteller würden viel Zeit verlieren, weil sie den richtigen Empfänger mitunter nicht sofort finden.

Die Sächsische Zeitung hat sich in den Orten umgesehen und bei einer Stichprobe keine Unzulänglichkeiten an den Klingelschildern festgestellt. Auch die Lokalpolitiker zeigten sich überrascht, dass die Deutsche Post ausgerechnet in ihren Orten etwas zu beanstanden habe.

Die Post präzisierte gegenüber der Sächsischen Zeitung deshalb, dass es nicht bloß auf die Lesbarkeit der Klingelschilder und Briefkästen ankomme, sondern auch auf die Eindeutigkeit. Haben Bewohner eines Hauses den gleichen Nachnamen, sollte zusätzlich der Vorname auf dem Klingelschild stehen. Problematisch seien manchmal auch Paare, die keinen gemeinsamen Nachnamen haben. Dann müssen beide Empfängernamen auf dem Klingelschild und Briefkasten stehen.

Quelle: sz-online.de



Briefmarken für 1,1 Millionen Euro aus dem Bonner Postarchiv gestohlen

Im Archiv für Philatelie in Bonn werden Briefmarken aus aller Welt gesammelt und für die Nachwelt archiviert. Darunter auch extrem seltene Marken wie die Blaue Mauritius.

Ein Briefmarkenhändler aus Overath soll einige solcher Kostbarkeiten aus dem Archiv gestohlen haben. Die BILD-Zeitung weiß zu berichten, dass der Händler vom Archiv für Philatelie eigentlich damit beauftragt wurde, bestimmte Marken einzuscannen, um sie digital zu archivieren. Bei dieser Gelegenheit steckte er angeblich Marken in die eigene Tasche und nahm sie mit nach Hause.

Es soll sich um seltene, nur 17 Tage gültige Marken aus der Übergangszeit von der Reichsmark zur D-Mark handeln. Geschätzter Wert: 1,1 Millionen Euro.

Der mutmaßliche Diebstahl flog auf, als der Briefmarkenhändler die gestohlene Ware weiterverkaufen wollte. Als der Ankäufer die Marken prüfte, kamen sie ihm ungewöhnlich neuwertig vor und er meldete den Verdacht behördlich. Die Staatsanwaltschaft ermittelt nun wegen veruntreuender Unterschlagung.

Quelle: bild.de



Landkreise buhlen um Mega-Paketzentrum in Oberfranken

Dass DHL in der Region um Bayreuth nach einem 14 Hektar großen Standort für ein neues Paketzentrum sucht, habe einen "Hype bei den Kommunaloberen ausgelöst", berichtet inFranken.de unter Berufung auf DHL.

Dem Zeitungsbericht zufolge hat DHL 33 Landkreise und Gemeinden in Oberfranken angeschrieben und um Standortvorschläge gebeten. Es handele sich gerüchteweise um ein "100-Millionen-Euro-Projekt" und womöglich das größte seiner Art in Bayern. Siehe auch Paketda-Meldung vom 2. März 2018.

Quelle: inFranken.de


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