Bald Mega-Paketzentrum in Bayreuth? / Zeitungsredakteur verzweifelt an DHL / UPS will Schadenersatz von EU


DHL sucht Fläche für Mega-Paketzentrum in Bayreuth

"Wir sondieren derzeit, wo ein neues Paketzentrum gebaut werden könnte", kommentiert DHL-Pressesprecher Erwin Nier einen Bericht der Frankenpost, wonach im Landkreis Bayreuth ein neues Paketzentrum gebaut werden soll.

Bis dahin ist es noch ein langer Weg, denn eine geeignete Fläche ist bislang nicht gefunden. DHL wünscht sich im Idealfall ein 450 Meter langes und 330 Meter breites Grundstück, also umgerechnet knapp 15 Hektar. Darauf soll ein 3,8 Hektar großes Paketzentrum gebaut werden mit 600 Arbeitsplätzen. Eine weitere Voraussetzung sei laut Frankenpost eine gute Autobahnanbindung, weil DHL täglich 1000 Fahrzeugbewegungen erwartet.

An diesen Maßstäben ist bereits erkennbar, dass DHL im Landkreis Bayreuth ein riesiges Paketzentrum plant, das vergleichbar mit den Mega-Paketzentren in Bochum (3,4 Hektar) und Obertshausen (4 Hektar) ist. Sowohl in Obertshausen als auch in Bochum (ab 2019) läuft ein 3-Schicht-Betrieb mit 600 Mitarbeitern.

Quelle: frankenpost.de



Paket beschädigt: Zeitungsredakteur kapituliert vor Schadenabwicklung

Ein Redakteur der Augsburger Allgemeinen berichtet von seinen Versuchen, bei DHL ein beschädigtes Paket zu reklamieren. Der Bericht ist leider sehr entmutigend, weil der Redakteur erfolglos alle Dinge unternommen hat, die Paketda bislang für wirksam gehalten hat.

Der Zeitungsredakteur erhielt von DHL auf seine E-Mail-Reklamationen nur unpassende Textbausteine. Weil sich der Vorgang über mehrere Wochen hinzog, schickte er schließlich ein Einschreiben an DHL, das nicht beantwortet wurde. Stattdessen kam erneut eine unpassende E-Mail. Daraufhin beschloss der Redakteur wohl, sein Anliegen in eigener Sache öffentlich zu machen und die DHL-Pressestelle einzuschalten. Von dort kam nur die Replik, der Fall sei durch DHL "korrekt, sorgfältig und zügig" bearbeitet worden. Besonders fies: Der Redakteur (als Paketabsender) meldete den Schaden taggleich an DHL. Fünf Tage später teilte DHL ihm mit, dass DHL sich zwecks Schadenbegutachtung mit dem Empfänger in Verbindung setzen werde.

Der Empfänger behauptete allerdings, nichts von DHL gehört zu haben. Fraglich ist, ob das stimmt, denn DHL konnte später ein Schreiben zeigen, das an den Empfänger abgeschickt wurde. Jedenfalls zog sich die Angelegenheit so lange hin, dass DHL eines Tages behauptete, der Schaden hätte binnen 7 Tagen gemeldet werden müssen und diese Frist sei nun verstrichen. - Obwohl der Redakteur ja ursprünglich rechtzeitig handelte und den Schaden taggleich meldete.

Schlussendlich hat der Kunde aufgegeben.

Quelle: Augsburger Allgemeine



UPS verlangt Schadenersatz von EU

Wegen der von der EU-Kommission verbotenen Übernahme des Paketdienstes TNT Express durch UPS verlangt UPS satte 2,15 Milliarden Dollar Schadensersatz. Das berichtete das Handelsblatt unter Berufung auf eine Mitteilung von UPS.

Ein UPS-Pressesprecher wird bei der Financial Times mit den Worten zitiert, dass die 2,15 Milliarden Dollar jenen Verlusten entsprächen, die UPS durch die verhinderte Übernahme von TNT Express erlitten habe.

Im Mai 2016 wurde TNT Express übrigens durch den UPS-Wettbewerber Fedex übernommen. Gegen diesen Deal hatte die EU-Kommission nichts einzuwenden (Paketda berichtete).

Quellen: Handelsblatt | Financial Times


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