Wie Sperrgut- und wertvolle VIP-Pakete in DHL-Zustellbasen bearbeitet werden

Das Hamburger Abendblatt berichtete kürzlich aus der DHL-Zustellbasis in Tornesch (Schleswig-Holstein). Der Redakteur hat beobachtet, dass zum sogenannten "Verteilschluss" eine Klingel in der Zustellbasis ertönt. Das ist der Zeitpunkt, an dem sämtliche Pakete die Sortieranlage durchlaufen haben. Solange müssen alle Zusteller abwarten. Sie dürfen nicht früher auf Tour fahren, auch wenn bereits alle Pakete ins Fahrzeug eingeladen wurden. Bis zum Verteilschluss können nämlich weitere Pakete hinzukommen, die gerade noch die Sortieranlage durchlaufen.

Nach dem Verteilschluss schauen die Zusteller in separaten Rollcontainern nach, ob dort Sperrgut- oder VIP-Pakete für ihren Bezirk lagern. Solche Pakete durchlaufen nicht die automatische Sortieranlage sondern werden händisch bearbeitet. Bei Sperrgut ergibt sich die manuelle Bearbeitung aufgrund der Übergröße oder Sonderform des Pakets. Weil Sperrgut erst ins Zustellfahrzeug eingeladen wird, nachdem die Standardpakete eingeladen wurden, fehlt in Zeiten mit hohem Paketaufkommen evtl. der Platz, um alle Sperrgut-Pakete mitzunehmen. Das erklärt auch die längeren Lieferzeiten von Sperrgut.

VIP-Pakete sind nicht zu verwechseln mit Prio-Paketen. Bei VIP-Paketen geht es nicht um einen schnellen Transport sondern um einen diebstahlsicheren Transport aufgrund des wertvollen Inhalts (z.B. Smartphones). VIP-Pakete werden Informationen der Paketda-Redaktion zufolge in abschließbaren Rollcontainern aufbewahrt und einzeln an die Zusteller herausgegeben, um Diebstählen vorzubeugen.

Quelle: abendblatt.de



Ergänzung vom Dezember 2019:

Diebesbande klaute gezielt VIP-Pakete bei DHL in Berlin

Der Berliner Kurier berichtete über fünf ehemalige DHL-Mitarbeiter, die gezielt VIP-Pakete nach wertvollen Inhalten durchsuchten. Die Zeitung schreibt: "VIP-Pakete waren durch Zwischenlagerung in einer Art Käfig zusätzlich gesichert - allerdings war er oben offen." Dadurch sei es der Diebesbande leicht gefallen, VIP-Pakete aus dem Käfig herauszuangeln und den wertvollen Inhalt zu klauen.

Die Diebstähle fanden nach Feierabend statt, wenn alle anderen Mitarbeiter die DHL-Zustellbasis schon verlassen hatten. DHL installierte jedoch eine Überwachungskamera, so dass alles aufflog. Der Anführer der Bande erhielt 18 Monate Haft auf Bewährung und 1000 Euro Geldstrafe. Die Mittäter erhielten ebenfalls Bewährungs- und / oder Geldstrafen.

Quelle: www.berliner-kurier.de


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